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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
222
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sem den Anfang einer heftigen Leidenschaft. Das Franlei rweiß, daß sie diese Neigung vorzüglich nur zu danken bat,bedient sich zuweilen meines Natbs, und wenn sie über dieandere siegt, so glaube ich, ungeachtet sie mit dem Grafenvon Kauniz verwandt ist, der sie zur Hofdame be» der Cbur-fürstin gemacht hat, dennoch so viel Einfluß auf sie zu harben, daß sie mir nicht entgegen scyn wird.

Der Churfürst schreibt indessen noch immer regelmäßigan das Fräulein von Wel, und läßt ihr ein Zimmer geradeunter dem Seinigen cinrichtcn. Dieses Geheimniß wissennur die Minister und ich. Selbst die Pirmonteser wissennichts davon. Wird sie nur erst hier seyn, so werde ich die«jenige zu gewinnen suchen, welche am meisten Einfluß ha<ben wird.

Die Reise nach Venedig hängt blos von der Sprödigkeitoder Gunst des Fräuleins ab, welche hier ist; und hierüberist noch alles unbestimmt.

II.

Anhang zur Geschichte der Schlacht bey Hochstätt,s. Buch VII.

Ludwig der XIV. liebte die Ehrenzeichen, die Tempel, dieglorreichen Znnschristcn, die hohen Lobeserhebungen, welcheso freygebig a» ihn verschwendet wurden, wenn er eine Stadtoder eine Festung erobert harre. Seine Feinde errichtetendagegen ihm ebenfalls von ihrer Seite Monumente, die fürihn sehr dcmüchigend seyn mußten. Unter diese gehört fol-gende'Zunschrift »ach der Schlacht bcg Hochstätt.

Kaum sollte mau es glauben, daß dieser Monarch schwachgenug war, sie zu bitten, man möchte sie nicht bekannt ma-chen. Wir wollen sie als ein Denkmal ausdewahren, dasWahrheit und Frsyhoil hervorgcbracht zu haben scheinm.Eine Warnung für alle eroberungssüchtige Monarchen! Sieist aus den Manuskripten von Saint Simon ausgezogen.