wahrscheinlich, daß ein Mann, der jenen als vertrauterdient, ihre Geheimnisse verralhen. und sein Leben auksSpiel s tzcn werde. Niel wahrscheinlicher hingegen ist cS,daß diese Nachrichten Ihnen auf Befehl der Kaiserlichen DU«iiister gegeben worden sind, um Sie dadurch zu veranlassen,Wien heimlich zu verlassen, und durch Ihre Entweichung zubeweisen, Sie hätten an der Verschwörung in Ungarn Amkheil gehabt, und fürchteten, da min die ganze Verschwö-rung entdeckt scp , verhaftet zu werden. Durch Ihre Ent-weichung würden Sie also die falschen Beschuldigungen,welche man dem Publicum von Ihnen glauben machen will,selbst bestätigen.
Da cs dem guten Erfolg meiner Angelegenheiten ganzentgegen wäre, durch einen übereilten Schnitt jene listigenAnschläge zu unterstützen, so schicke ich Ihnen den Eilbotensogleich wieder zurück, um Ihne», so schnell als möglich,meine Gesinnung hierüber zu sagen.
Diese ist: daß Sie in Wien bleiben, bis ich Ihnenausdrücklichen Befehl zu Ihrer Abreise gebe. Wen» derKiieg erklärt wird; so werden Sie noch frühe genug zurück-kowmcn, um mir bcy der Armee dienen zu könne», wozuich Sie bestimmt habe. Wenn Sie auch nicht sogleich beydem Anfang des Feldzugs scpn können, werde ich die Dien,sie, welche Sie mir anderwärts leisten, eben so gut anzmrechnen wissen.
Sollten Sie Wien schon verlaßen haben, ehe Sie dieseDepesche erhalte», so haben Sie unmittelbar nach Empfangmeines Briefs wieder dahin zurückzugehen, weil ich voraus«sehe, daß Sie sich nur unrcr dem Vorwand einer kleinenReise, von der Sie schnell wieder zurückkommen würden,entfernt haben werden. Ich habe indessen die nöthigen Be-fehle gegeben, um zu verhindern, daß der Graf von Zmzen»dorf*) nicht ohne mein Vorwissen abreise. Sie können
O 4 darauf
Der kaiserliche Minister zu Paris , dessen statistische Rela-tion über den damaligen Zustand Frankreichs und de» franzö-sischen Hofs wir deswegen als Beylage zum.Anfang derMemoiren von St. Simon geliefert haben.
Der Herausg,