208
Brief von demselben an den Marquis von Torcy.
Mein Herr, ich habe die Ehre gehabt an Seine Ma»jestät eine» so umständlichen Brief zu schreiben, daß ich ZH- ' ^Neu heute nicht viel sagen kann. Man sagt, es sepen vielevoenehine Geistliche mit in die Verschwörung von Ungarnverwickelt, und unter dem Volke wird noch immer behauptet,ein aus meiner Tasche gefallener Brief habe die ersten Ans.schlüffe über diesen Aufruhr gegeben. Die ersten Minister Mi«'saaen, sie halten nicht davon reden hören. Indessen fährtman noch immer fort, mich wegen schlimmer Absichten, die ^
man gegen mich habe, sehr ernstlich zu warnen. Zch würde,in Hinsicht meines guten Gewissens, ganz ruhig darüber "id.sein,; allein ei» erbitterter Hof, welcher glauben möchte, eineMevnung. die i» diesen Gegenden ausgebreltct ist, bestätigen Ä ''zu müssen, läßt mich wünschen, von hier weg zu seyir.
Vor zwey Tagen, als der römische König de» StoßNach dem Kopf endigte, und den Pappen - Kopf wegstieß, lliir'.rrichtete er schnell seine Blicke auf mich, und rief der Köm« » Zögin zu: o, wenn ich dürste! — zugleich trieb'er sein Pferdmi und entfernte sich. Seme Bewegung habe ich selbst mitungesehen, und seine Worte sind mir getreulich hinterbracht z«--.-morden. Sie können leicht denken, baß mein Aufenthalt,bey solchen Vorfällen, nicht angenehm seyn kann. Zch weiß ^nichts besonderes beyzufttzen, als was ich Ihnen schon gesterngemeldet habe.
Zch habe die Ehre zu seyn rc. s«
' Als ich gestern, Mit einem Edelmann, meinem Secre«kcklk, zwei) l Pagen) und ernigen Lakaien ausfuhr, um di§Postchaisen zu.sehen, welche man hier in dem Arsenal verr
den za. April ,70?. .
.Brief vom Marquis von Villars an den König.Sire!
M.
de» 4. May 170
schließt,
') Eine) gewisse Reitteklinst.-