redete er sich, er werde ihnen noch zuvorkommen, auchwenn er erst Morgen früh ausbreche. Vergebens drangder Herzog von Bourgogne in ihn, er möchte nocham nehmlichen Abend marschiren lassen; vergebensstellten ihm diejenigen, welche cs wagen durften, vor,wie wichtig und nölhig cs seye, dieß zu thun. Alleswar fruchtlos. Unerachket der wiederhvhlce» Nach,richten von dem feindlichen Marsch, war seine Nach,lässigkeit so groß, daß man nicht einmal daran gedachthatte, über den nahe vor dem Lager laufenden Flußeine Brücke zu schlagen. Es hieß, man würde dieganze Nacht daran arbeiten.
Der damalige General-Lieutenant Biron, com-mandirte eines der Reservecorps, und stand in einigerEntfernung vor dem Lager, wo er von einer Seite mitdem Lager, von der andern mit einem etwas weiterdetaschirten Corps in Communication stand. An dem-selben Abeno bekam er Ordre, dieses am weitesten ent.fernte Corps zu sich stoße» zu lassen, und es, nebstdem Seinigen, zur Armee zu führen. Als er nahebeym Lager angekommen war, erhielt er den Befehl,sich über die Schelde an den Ort zu begeben, wohindie Armee, um den Fluß zu passiren, anrücken werde.Er gelangte an diesen Fluß, als man noch eben mitErrichtung der erwähnten Brücken beschäftigt war.Von Motel, dem Haupkmann der Guiden, einemsehr unterrichteten Manne, erfuhr er jetzt, welche Nach-richten sie endlich zum Aufbruch bestimmt hätten. S»sehr Biron sousther schon Vcndome's Nachlässigkeitkannte, so war es ihm dennoch dicßmal über alles Er-staunen, zu sehen, daß die Brücken nicht von lange her,und auch jetzt noch nicht fertig waren, und daß auch inder ganzen Armee erst noch ein langwieriges Zurichrensich zeigte. Er eilte über den kleinen Fluß, um an die
Schelde