2 ,
I2A
Der reichgewordene und sehr angesehene VillarSschlug es geradezu ab, die italianische Armee unterdem Herzog von Orleans zu kommandieren. Ei» an«derer, als dieser glückliche, hätte dicß nicht wagendürfen. Allein von ihm, oder vielmehr unter seinenUmständen wurde alles gut gefunden, und Marchinechielt statt seiner das Commando in Italien, unterdem Herzog von Orleans»
Die fürstlichen Personen von Savoyen hattenTurin frühzeitig verlassen, und sich nach Coni, nach-Her nach Oneille und endlich nach Savona zurückge-zogen.
Der Herzog von Savoyen nahm das ihm imNamen des Königs von la Feuillade bekannt ge-machte Versprechen, daß er und seine Familie überallsicher seyn sollten, nicht gut aus Er selbst verließTurin am Ende des Iunius. Das Commando vonTurin übergab er dem Grafen von Thaun, der eSnur allzu gut zu führen wußte. Lange Zeit nachherwar derselbe Gouverneur von Mailand.
Der Herzog nahm seinen ganzen Hofstaat, feineEquipagen, auch seine dreitausend Pferde mit sich, undließ nur Z2o Husaren in Turin. Er zog ins offeneLand, in der Meynung, la Feuillade werde ihm fol-gen, und die Belagerung aufschieben, um ihn gefan-gen zu nehmen.
Dieß war auch wirklich der Falk. La Feuilladowar thöricht genug, den Herzog, welcher ihn zumBesten hatte, gefangen nehmen, und den Ruhmdavon niemand anders überlassen zu wollen. Er gabdie Belagerung aus, um ihm nachzurücken. DieserPrinz befand sich allerdings lange Zeit in der aller
trag.