Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
122
Einzelbild herunterladen
 

122

ausführlich an, was er zur glücklichen Ausführungdieser Belagerung für erforderlich halte, und erbotsich, sie zu übernehmen, wenn man ihm das verschaf.fen wolle, was er verlange. Aber auch nur die Be,lagerung allein wollte er, wenn es auf ihn ankymme,übernehmen, denn er gestand offenherzig, daß er ei,uen Feldzug zu machen, und eine ganze Armee zucommandiren nicht verstehe.

Seine Forderungen überstiegen bey weitem daswas man zu leisten im Stande war. Cr erklärte hier,auf dem König geradezu, in Gegenwart seines Mi.iiisters und der Frau von Maintenon, Turin werdedurch wenigere Mittel nicht erobert. Unglaublich f istes, wie der König bey dem gerechten Zutrauen, wek-ches er schon seit so langer Zeit zu Vauvan hatte, dochauf dessen Weigerung sogleich von dieser Sache ab,stand, und sie im nehmlichcn Augenblick an la Feuil,lade förmlich übergab.

Man kann sich leicht denken, daß von allen Sei»Len und auf alle mögliche Arr alles «»gewendet wurde,um eine, für den Stage und für Das besondere Inter-esse der handelnden Personen so wichtige Eroberungzu machen. Die Vyrhereitungeu hiezu wurden alsosehr schnell gemacht.

Den iz. Man kam ka Feuillade vor Turin an,um feine Linien und Brücken in Stand zu setzen. Tar«dif war, in Ermanglung eines bessern, sein erster In*genieur. Er hatte nur unbedeutendere Belagerungenin Baiern mitgcmache. Diese wichtige Unkernehmungwar also zwey unwissenden, und daher auch eigensrit.nigen, Neulingen übergeben.

2 .