io6 -------------
zugleich aber das Werk, an welchem man so lange ge.arbeitet hatte, durch die gänzliche Zerstörung vonPvrrroyal, zu vollenden.
Pater de la Chaise hatte seit dem sogenanntenFrieden von Clemens dem IX. durch welchen die Non-neu wieder in ihre vorigen Rechte eingesetzt wordenwaren, sich damit begnügt, neue Nonnen nicht auf-nehmen, und das Haus, ohne anders Gewaltthä-tigkeitcn, durch Vas ÄuSsterbcn cmgehen zu lassen.Der König bereute sogar, sie so weit getrieben zuhaben, weil er sie im Grunde für sehr heilige Mäd-chen hielt. Allein dem neuen Beichtvater gelang eSbald, ihm diese Vorstellung zu benehmen.
Er brachte eine seit z bis 4 Jahren zu Rom, zuVerfolgung der Molinisten, entworfene, Constitutionwieder in Anregung. Diese waren sehr aufmerksamauf alles, und suchten den Angriff abzulcnken, ihnauf die Gegcnparthie zu werfen und durch allerleyMittel den Frieden Clemens deS IX. zu stören. Romhatte den übertriebenen Forderungen seiner Curie schonso viele Nationen aufgevpfert, und wollte daher auchsie, als Verfechter derselben, aufs möglichste schonen.Man wagte nicht, ihnen alles zu verweigern, aber aucheben so wenig, dem Frieden Clemens deS !X. geradezuentgegen zu handeln. Man gab daher eine zweydeu-kige, unbestimmte, übrigens völlig unnütze Constitu-tion heraus, welche aber schlau genug und so abgefaßtwar, daß die, welche für jenen Kirchenfrieden waren,sie ohne ihn zu verletzen, annehmen konnten.
Die Molinisten bedauerten, daß sie eine nur so schwa-che Urkunde erhalten hakten, worinn bloß die;, schonverworffencn Sätze, verdammt waren, die zu verthei-digen sich niemand die Mühe genommen hatte, und
worin