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Dieser von beyden Bischöfen gemeinschaftlicheBrief war eben so aufgebracht als anschmiegend. Ecwurde bald öffentlich bekannt, und man konnte sichbeyni ersten Blick darauf überzeugen, daß jene bischöf-lichen Thiere, auffer der Unterschrift keinen Theil dar-an hatten, daß er vielmehr von dem schlausten Hof-mann abgefaßt war. Nachdem ste den König in die-sem Schreiben mit Lobsprüchen überhäuft, und wegenseiner siebe und Anhänglichkeit gegen die Kirche mitConstantin und TheodosiuS verglichen hatten; flehtenten sie in Staub vor ihm niedergebeugt, um seinenSchutz; nicht für sich selbst, sondern für ihre Neffen,für die Kirche, für das Bisthum, für die Erhaltungder reinen Lehre. Sie baten um Gerechtigkeit gegendas frevelhafte Unternehmen des Cardinals von No-ailles, der sie unterdrücken wolle. Sie bewiesen durchdas Beyspiel ihrer Neffen, n ^s ein jeder zu erwartenhabe, der als Vertheidiger der guten Sache verdäch-tig werde, ohne davon überwiesen zu se»n, wie dießKey der Austheilung und dem Anschlägen ihres Be-fehls bey ihren Neffen der Fall gewesen sey.
Nach einem langen und heftigen Ausfall gegenQuesnel, und dessen von dem Cardinal gebilligtesBuch, stellten sie den Cardinal als einen Feind derKirche, des Papsts und des Königs dar, so wie es dieBischöfe der Kaiserlichen Stadt unter Constantin undseinen ersten Nachfolgern gewesen seyen, vor deren Ge-walt alle Völker gezittert, und über welche alle recht-gläubigen Bischöfe geseufzt hatten.
Der Brief war lang, aber durchgängig gut ge-halten. Die Schreibart, die listige Gewandheic, dasunrichtige Bild vom dem Cardinal von Noailles, wel-ches seine Eigenschaften, seinen Lebenswandel und seineSitten entstellte, die Erbitterung, womit das ganze
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