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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
87
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beklagten, und diese Klagen nachher öfters, mit we-nig Beurtheilungskraft, wiederholten.

Er ließ ste einen gemeinschaftlichen Aufsah ma-chen, worin das Buch des Pater Quesnel, welchesder Cardinal gut geheißen harre, verdammt wurde.Düse sogenannte Censur schilderte den Cardinal so un-verkennbar, daß er vor jedermann, ohne alle Scho-nung als ein Beschützer der Ketzerei) erscheinen sollte.Dieser Aufs tz war das Lärmqeschrey, und also nichtbestimmt, nur m^on oder la Rvckelle bekannt zuwerden. Er wurde nach Paris geschickt, und gegenalle Ordnung sogar bey den Thüren des Erzbischöffli-chen Pallasts angeschlagen, von woher dem Cardinaldie erste Nachricht davon hinterbracht wurde.

Die beyden Bischöfe hatten jeder einen Neffenjm Seminarium der Sulpizianer, welche beyde sehreinfältige Knaben waren. Der Cardinal, von denzwey fanv-Bifchöfsen so schwer beleidigt, beging ei»rien Hauptfehler. Er spielte die Rolle eines Hundes,der in den Stein beißt, mit dein man »hn wirft, stattauf den Arm, welcher wirft, loszugehen. Er ließ denSuperior der Sulpicianer zu sich rufen, und befahlihm, die beyden jungen senke aus dem Seminariumzu verweisen, welche sich zu der verabredeten Bekannt»rnachung des bischöflichen Befehls hatten brauchenlassen. Der Superior stellte ihm das Aergerniß, ihreRechtschaffenheit, und die Beschimpfung vor, welchedadurch auf ihren Stand fallen würde, allein es halfNichts.

Als der Prediger der Sulpizianer von dem Su-perior hievon benachrichtigt wurde, glaubte er durch«inen eigenen wirksameren Versuch die Sache abzuwcn»den. Seiner Frömmigkeit und Demuth fehlte cs oh-

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