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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
44
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schnelle Thatigkeit wußte er die Entfernung der Armeedes Prinzen Ludwigs zu benutzen, um die Lauterbur-ger Linien zu überwältigen, ehe die Armee wieder zu-rückgekommen seyn konnte. Dies war sonst ein Bar-riere von den Rhein - Gebirgen bis an den Rhein,welche uns im Elsaß cingeschloffen hielt. Doch denbesonder» Posten von Lauterburg behaupteten disFeinde noch immerfort.

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Die Plane für den zu eröffnenden Feldzug wa-ren dem glücklichen Zeitpunkt, in dem der König lebte,angemeffen. Er hatte Ueberfluß an Leuten und Geld»und feine Minister und Generale besaßen Fähigkeiten,wodurch ste ganz Europa Gesetze vorschricben.

Der König wollte mit zwey Schlachten den An-fang machen, die Eine sollte in Italien, die anderein Flandern geliefert werden. Er wollte der Ansamm-lung der kayserlichen Armee am Rhein zuvorkouimen,die feindlichen Linien sprengen, und aködann Barcelo-na und Turin belagern lassen.

Nur die Erschöpfung, in welcher Spanien war,und in die auch Frankreich verfiel, stimmte nicht zuden großen kühnen Absichten, welche man hatte. Cha-millart, auf den die doppelten Geschäfte von Colbertund Louvois fielen, konnte diese beyden großen Staats-männer bey weitem nicht ersetzen, so wie auch dieGenerale bey der Armee, weder den Prinzen nochden Herrn von Türenne, und die Zöglinge dieser gro-ßen Helden, die nicht mehr lebten ersetzen konnten.Der König hatte aus Laune, aus Gunst, Männer zuGeneralen ernannt, denen er eben so wie seinen Mi-