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Oberster dieses Regiments; ein rechtschaffener sehrunterrichteter und tapferer Mann, voll Begierde, sichauszuzeichnen. Von Entragues wollte gerade über die»ses Regiment Revue halten, und bannt, ehe es nochvöllig Tag war, anfangen. Als die Bataillons schon inihren Reihen unter Waffen waren, bemerkte er nochundeutlich, daß sich am Ende der nehmlichen StraßeInfanterie- Truppen gegen ihm über in Ordnung stellten.Er wußte aus der am Abend vorher gegebenen Ordre,Laß niemand marschiren, auch kein andrer außer ihmRevue halten durfte. Sogleich befürchtete er also ei»nen Ueberfall, ging auf dis Truppen los, welche er fürKaiserliche erkannte, ließ auf sic feuern, warf ste.'niever,und leistete auch gegen die Nachrückenden Widerstand.Er hielt das Gefecht so hartnäckig aus, daß indeß dieganze Stadt erwachen, und Ser größte Thcil der Trup-pen herbeyeilen konnte. Ohne ihn würde sie an dem-selben Morgen im Schlafe umgekommen seyn.
Marschall von Villeroy schon völlig angekleidet,schrieb in seinem Zimmer. Er hört Lernten, fodertein Pferd, schickt jemand ab, um zu sehen was esgäbe. Mit einem Fuß schon im Bügel, hört ervon mehreren auf einmal, daß die Feinde in der Stadtseyen. Er durchschneidet die Straße, um nach demMarktplatz zu kommen, wo das Gefecht noch immerLauerte.. Ein Adjutant und ein einziger Page warenseine Begleiter. An der Krümmung der Straße fällter einem wachehaltenden Posten in die Hände, derihn umringt und gefangen nimmt. Er mit zwei) Be-gleitern konnte stch nicht vertheidigen. Er sagt demOffizier seinen Nahmen ins Ohr, versprach ihmio tausend Pistolen, ein eigenes Regiment, und diegrößten Belohnungen vom König, wenn er ihn freylassen wolle. Mein der Offizier war nicht zu bewe-gen,