Der König, ärgerlich über einen so schlechtenAnfang, und schon vorher gegen einen General einge-. iionimen, der zu bescheiden war, und gar keinen Ver.thcidiger hatte, schrieb an de» Marschall von Vüle-roi, welcher an der Mosel stund: er sollte sogleich,und ohne ei» Wort davon zu sagen, abreisen, um sei-ne weitere Befehle zu empfangen. Ganz unerwartet,war Villeroy zu Marly. Niemand wollte seinen Au- 'gen trauen, als nian ihn sah. Er war einige Zeit bei-der Frau von Maintenon mit dem König. Nachherkam auch Chamillard; und schon, da der König sichernfcrme um zur Tafel zu gehen, wußte man, daßVilleroy die Itallänische Armee commandiren würde.
Nie hatte man ihn für den gehalten, welcher imStande wäre, Fehler CatinatS wieder gut zu machen.
^ Die Wahl erregte ein allgemeines Erstaunen. AmEnde der Mahlzeit stellte Herr von Duras, welcherden Dienst hatte, sich gewöhnlich hinter den K'önig.Einen Augenblick nachher kündigte ein Geräusch imSpeisesaal den Marfchall von Villeroy an, welcherschnell gegessen hatte, und zurückgekvmmen war, umden König von der Tafel Weggehen zu sehen. Erstellte sich neben Herrn von Duraö, mit der ganzengewöhnlichen Umgebung seiner Größe. Der Mar-schall von DüraS, welcher ihn weder liebte noch ach-tete, sich aber auch sogar in Gegenwart des Königs keünen Zwang anthat, hörte einen Augenblick dem Ge-summe der BeyfallS-Bezeugungen zu; schnell wandteer sich dann gegen den Marfchall von Villeroi, nahmihn beym Arm und sagte ganz laut:
Herr Marfchall, jedermann bezeugt Ihnen seineGlückwünsche zu Ihrem Vorhaben nach Italien zu ge-hen; ich warte aus Ihre Rückkehr, um Ihnen dieMei«Nigen zu machen. Nun fing er an zu lachen u»y sah
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