8c>x Estrees und Harcourk.
ernannt worden, zum augenscheinlichen Beweis, daß ihre ^anmaßliche Jurisdiction als Marschälle von Frankreich edabey gar nicht ins Spiel kam, indem die übrigen alle aus«geschlossen waren und diese drey in nichts kraft der Autorität ^
ihres Amtes, sondern lediglich kraft der königlichen Autorität .als Commissarien in dieser Sache handelten. Auch sah mannichts von den gewöhnlichen Formalitäten des Tribunals bey W ^dem Marschall von Villeroy; der Supplikenmeister war nichtals Referent da, kein Sekretär des Tribunals war da, nichts ^von der gewöhnlichen Ordnung, nicht einmal der gewöhnlich-Tag. Man harre mit Fleiß den Sonntag gewählt. tzV
Kardinal von Estrees.
Seine Briefe von Rom aus, über das Conclave,an den Marquis von Villars.
Der Papst starb in der Nacht vom -7. zum 2g. miteben der frommen Gesinnung und Resignation, die er infeiner Krankheit und in seiner ganzen letzten Zeit bewiesenha«.
Den andern Tag Abends brachte man seine Leiche unterder gewöhnlichen Begleitung und Cercmonie von Monte Carvallo in die Paulincapelle des Vatikans. Den Tag draufbrachte man sie in die Peterskirche, und man beobachtet di-tn solchen Fällen gewöhnlichen Feyerlichkeiten.
Das Kardinalscollegium hat den alten Gouverneur vonNom in seiner Stelle bestätigt , die ihm eine Cabale zu en«reißen suchte; und das Präsidium des Cottcläves ist demPrälaten Borghese, den Sohn des Prinzen dieses Namens,gegeben worden. Gestern machte der Prinz von Monacodem Kardinalscollegium sein Compliment und nach ihm derGesandte von Venedig. Da der Kardinal von Bouillon wergen einer kleinen Unpäßlichkeit nicht in der Versammlungseyn konnte, so antwortete der Kardinal Steriatal, welcherder älteste nach ihm ist, auf die Anreden der Gesandten.
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