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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
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78 EstreeS und Harcourk.

dacht hätten, die Herzöge derselben zu unterwerfen, außerzur Zeit der Regierung Ludwigs des XIV., in der Verwir-rung, welche hcrvorzubringen ihn die Minister gelehrt, umdurch Erniedrigung alles höher» angeblich die königliche, ei-gentlich aber ihre eigene Gewalt zu erhöhen, und so sich ausdem Nichts heraus zu der Höhe empor zu heben, auf wel-cher wir sie jetzt erblicken; wohin auch die Creirung vonvierzehn neuen Herzigen und PärS und von noch vierzehnandern in den Zähren rSSz und »66; zu rechnen ist.

Seit der Entstehung dieser neuen Anmaßung hat eSaber wenig Fälle gegeben, wo man sie auSznüben gesuchthätte. Die Uneinigkeit der Herzöge von Aumont und laFerte war die erste Gelegenheit, welche denn auch die Mar-schälle von Frankreich bestmöglichst zu benutzen suchten. ESwar die Zeit eines lebhaften glücklichen Krieges, folglich diePeriode ihres Glanzes und Crcdites; demungeachtet wolltees ihnen nicht gelingen, die bcyden Herzöge ihren Befehlenzu unterwerfen, sie konnten von ihnen nicht ein Work zurEntschuldigung erhalten und ihnen nicht den geringsten Ver-weis geben, daß sie die ihnen zugeschicktcn Gesrcyren deSMarschallsgerichtes die Treppen hatten hinunkertanzen lassen,ihnen gedroht, sie zum Fenster hinaus werfen zu lassen undReden gebraucht hatten, die für das Tribunal, das sie geschickthatte, sehr ehrenrührig waren. Der Handel endigte sich da-durch, daß sie der König zu Commissarien ernannte, in de-ren Qualität, nicht aber als Marschälle von Frankreich, siedie Sache schlichteten.

Die Marschälle von Frankreich behandelten sie mit vielHöflichkeit und CempUmemen und bey der ganzen Verhand-lung wurde alles dessen, was gegen ihre anmaßliche Auto-ritär gescheht! war, mit keinem Worte Erwähnung gerhan:es geschah nichts, was an die Form eines Tribunals erinnerthätte, alles geschah kraft der königlichen Autorität, welchesie als Commissaricn sehr bescheiden anerkannten.

Es fiel auch eine Uneinigkeit zwischen dem Herzog vonLesdiguieres und dem nachhcrigen Generallieutenaiit Lambertvor, wovon aber die Marschälle von Frankreich nicht die ge-ringste Notiz zu nehmen für gut fände», wiewohl der Zankan einem öffentlichen Om zu Paris verfiel. Der Händel

wur-