CoiSkin.
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nicht weniger schön. Außer den öffentlichen Almosen, welchein der Nrgel die jährlichen Einkünfte des Biskhums aufzehr-ten, gab Coislin noch eine Menge anderer, die er abersorgfältig geheim hielt. Unter andern gab er einem verarm»ten Edelmann, der weder Frau noch Kinder hatte, jährlicheine Pension von 400 LivreS, und der Edelmann aß nochbeständig an seiner Tafel, so lange er zu Orleans war. Ei-nes Morgens fanden die Leute des Bischofs zwey großeStücken Silbergeschirr von seinem Zimmer entwendet, undeiner von ihnen hatte bemerkt, daß der Edelmann sich langean dem Orte herumgedreht hatte. Sie thciiten ihren Arg«wohn ihrem Herrn mir, er konnte es nicht glauben, faßteaber Argwohn, als der Edelmann sich nicht mehr sehn ließ.Nach einigen Tagen schickte er zu ihm und ließ ihn holen,und zwang ihn unter vier Augen zum Gcständniß seinerSchuld. Hierauf sagte der Bischof nichts weiter, als ermüsse in äußerster Dedrängniß gewesen scyn, um eine Hand«lung der Art über sich zu gewinnen, und er habe große sfr«fache, sich über das wenige Zutrauen, das er zu ihm habe,indem er ihm seine Noch nicht entdeckt habe, zu beklagen.Dey diesen Worten zog er rs Louisd'or aus der Tasche, gabsie ihm und bat ihn ferner wie gewöhnlich, an seiner Tafelzu speisen, besonders aber das was er nie wiederholen dürfe,so wie er es thue, zu vergessen. Er verbot seinen Leuten aufdas strengste ihren Verdacht gegen jemand merken zu lassen,und die Anecdoke ist blos durch den Edelmann selbst bekanntworden.
Der P. Daniel/ Jesuit.
Verfasser einer neuen Geschichte von Frankreich.
Die Jesuiten, so geschickt die Schwachheiten der Mo-narchen auszuspähen, und so geübt jeden Umstand zu be-nutzen, der sie unterstütze« und zu ihren Zwecken führenkonnte, zeigten wie sehr sie darin Meister waren in Entwertfung des Plans zu einer Geschichte von Frankreich.
Sie erschien diese neue, in der Thal sehr neue Geschichtevon Frankreich in drey starken Fsliobänden unter dem Namendes P. Daniel als Verfasser, der sich zu Paris in ihrem
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