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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
36
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z6 Boufflers.

aufgehoben und noch gefährlicher war, zu verlangen wagte.Die letzte noch härtere Verweigerung brachte ihn außer sich;er vergaß alle seine Belohnungen, er saß nur jene abschlägtt»che Antwort im Contrast mit den an den Marschall von Vilrlars verschwendeten Belohnungen für dieselbe Bataille undfür einen Feldzug, worin er sich jede Art von Verdienst er«worben, Villnrs hingegen alles mögliche verschuldet halte.Der König war über ihn als über einen Ehrgeizigen unwil«lig, und verhehlte seinen Unwillen nicht. Boufflers liebteden König, wie man einen Herrn liebt, und fürchtete ihn,bewunderte ihn, betete ihn fast wie einen Gott an. Er fühireden Eindruck, den er gemacht hatte, und fühlte, daß er un-auslöschlich sey; er verfiel darüber in die tiefste schwärzesteMelancholie, worin er alles, was er war, für nichts ansah,und nach und nach in eine Kränklichkeit, die ihn ins Grabbrachte.

Um ihn genauer kennen zu lernen, wollen wir seinenCharakter und seine Dienste etwas genauer betrachten.

Der Prinz Eugen hatte seine Freude nicht verbergenkönnen, als er erfuhr, daß er es mit dem Marschall Douff«lers zu thun haben würde; er schien einen Mann, der mirEhre und Belohnungen überhäuft war, weniger zu fürchten,als er vielleicht einen General gefürchtet hätte, dessen einzigeHoffnung und Aussicht auf seiner Vertheidigung beruht hätte.Die Erfahrung lehrte ihn, daß er sich betrogen hatte, undich begreife nicht, wie das Andenken an die Vertheidigungvon Namur ihn nicht eine andere Mcynung von Boufflersgeben konnte, der in der Thal sich den Herzog dadurch erwor«ben hatte, der aber, diesen einzigen, fceylich beträchtlichen Titelausgenommen, schon alles war, was er zu Rüssel war. Ord«nung, Pünktlichkeit, Wachsamkeir, waren besonders die Tu-genden, in denen er exccllirte. Seine Tapferkeit war ohnePrahlerei), ohne Anspruch, leicht, kalt hingegeben; er hatteüberall sein Auge und ordnete überall an, in der Hitze desGefechts, wie auf seinem Zimmer. In Gefahren, im Hand-gemeng immer sich gleichbleibend, brachte ihn nichts außerFassung, selbst nicht der unglücklichste Zwischenfall- SeineVorsorge erstreckte sich auf alles und in der Ausführung ent«gmg ihm nie etwas. Seine Güte und feines Betragen, diesich jederzeit gleich blieben, machten ihm jedermann zum

Freuiu