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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
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Herzog von Belle-Ile.

besitzen, von nahe und fern Menschen und Dinge zu dembeabsichtigten Zweck zu leiten und von allen Vortheil zu zierhcn, DcrJüngere, vermöge seiner phlegmatischen anhairen,den Natur mehr, zu ordnenden Geschäften geeignet, pflegtedie häusliche Oecoiwmie zu führen, Geldgeschäfte zu beftr»gen, im Nothsall die Sache» vor dem Richier zu bringen,sie mit aller nölhigen Feinheit und Gewandtheit einznleilenund sich mit aller Geistesgegenwart und Geschicklichkeit ingerichtliche Anklage und Vertheidigung einzulassen, mobeper einen fließenden deutlichen Stil schrieb, und viel Beredt»samkeit zeigte. Bep' e waren immer rastlos beschäftigt, ftn»mer wachsam undausmerksam, immer darauf denkend, sichFreunde und Creaturen zu machen, gewohnt jedes Wort aufdie Wage zu legen, und sich im Gespräch nie anders als mitder größten Vorsicht und Mäßigung zu behandeln.

Die beyden Brüder waren Ein Herz und Eine Seele,so sehr stimmten sie mit einander zusammen. Alles war un-ter ihnen gemein, Vermögen, Geheimnisse, Plane undNathschlage, ohne Theilung und Vorenrhalk, Einen Willenin allem, Eine Gewalt in allem. Der Jüngere, der wenigermit dem äußern in Zusammenhang stand, forme nur für seinVermögen und beschäftigte sich besonders mir häuslichen An-gelegenheiten; der Aeltere war für die äußere Gelt, aberalles ward gemcinschaitlich geführt. Die Ehrfurcht, dieFreundschaft, die Sorgfalt, die Anhänglichkeit, die sie fürihren Vater, das Zutrauen, das sie für ihre Mutter hatten,war musterhaft; und ihre Eltern fanden endlich in innen ,hrganzes Glück. Der Aelkeste war äußerst mäßig, der Jüngereschmanßte gern und liebte ein Glas Wein, aber ohne Nach»«heit für seine Geschäfte, an die er ganz gefesselt war.

Veringhem.

Erster Stallmeister.

Heinrich der IV. reiste einst ganz zu Anfang seiner Ne»gierung, wo er noch nicht auf seinem Throne befestigt war,zu Pferde mit einem kleinen Gefolge durch die Normandie,und kehrte bcy einem Edeimann ein, um seine-Pferde füt-tern zu lassen, eine Mahlzeit einzunehmen, und dann weitertss. ve»kwürdigk. XXVI, Kv» s