Wir sehen dabei Colbert noch gleichsam als Sccretärdes Cardinals Mazarin austreken, dem er in einer Lngeler 1genheit, welche der stolze hochfahrende und heftige Charakter ACromwellS sehr kritisch machte, umständlichen Bericht er» ^stattet; ?!
Wir lernen dabey den Charäcter der Geistlichkeit vomZ. iS;/, den Charakter der Elaste, welche Colbert damalsdie Frommen, die Zanke nisten nannte, und den Chaitactcr der Gutgesinnten kennen.
Der Englische Gesandte hätte ein Kind des Grafen vonZsenanien katholischer Religion bey sich; man nahm cs ihmweg aus Furcht, der Gesandte möchte es zur Protestantischestdleiigion erziehen.
Colbert an Mazarin. ,
v. 6. September 165^ s'
Zch habe dem Befehle Ew Eminenz zufolge mit dem jVorsteher deS Lullere ckes Lrassirrs wegen des Sohnes deS gGrafen von Zsenguien gesprochen. Zch setzte ihm die Grün« §de auseinander, die, wie der Brief Ew. Eminenz besagt, ?den König bewogen hätten, der Republik England und dem ^eyrm Protektor für die dem Englischen Gesandten, durch ?Wegnahme des genannten Kiiides vor de: Thüre seiner Wohi Znuug, angechane Beleidigung Genngthunng zu geben - so »daß dabey aber das Gewissen des Kttrdcs keinen Schäden lei«den sollte; und sagte ihm, daß Se Majestät zur Leistungder SatiSsaction den Knaben blos auf zwep Tage in dasHaus des Ambassadeurs zurückschicken wvsse, doch unter derAussicht eines Mannes, den er, der Vorsteher, wählen,und der den Knaben nickt aus den AugeN lasten sollte,so daß ihm, da er in den Grundsätzen unsre: Religion durchseinen Unretricht befestigt sey, der Aufenthalt zu gar keinemNacktheit gereichen könne. Nachdem ich noch vieles änderehierüber mit ihm gesprochen halte, sagte der Vorsteher- derKnabe wäre jetzt nicht in seiner Schule, rr habe ihn wählrend der Fetten zur Erholung aufs Land geschickt, und westuer da wäre und mein Verlangen hörte, so würde er zuinFenster hinaus seine KäMarädm um Hülfe rufen - und die
Nach.