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Ueber das Schicksal und die Lage der Protestan-ten in Frankreich von Richelieus Regierung anbis zum Ende der verfolgungssüchtigenRegierung Ludwigs XIV.
Die Aufhebung des Edicts von Nantes war ein Äüerkdes Cal'dinals Richelieu.
Hin Protestantismus herrscht die Liebe zur Freiheit, je«der hat das Reckt seine Vernunft sprechen zu lassen und ih«rem Richrctstuhle selbst die heftigen Schriften zu unterwerfen;auch hat man bemerkt, daß diese Religion sich für republi»dänische und gemischte Regierungsfvrmen, wie die Englischeist, am besten schickt.
Die Katholische Religion hingegen schickt sich für des«pvtische Staaten, und erhält das Volk in seiner Sklaverei».Sie befiehlt den päpstlichen Bullen blind zu gehorchen; dieDullen werden Gesetze und die Milikargcwalt unterstützt dieTyrannei einer Religion, die ihrem ursprünglichen Charakternach nur die Waffen der Ueberredung und die Gewalt derreligiösen Begeisterung brauchen sollte.
Der Protestantismus mußte also Ludwig XIV, Maza«rin und Richelieu verhaßt sepn, obgleich der gütige HeinrichIV. das Edict von Nantes gegeben hatte. Und dieß wardie wahre Ursache der Aufhebung dieses Edicts, worüberSamt Simon mit so viel richtigem Sinn und Einsicht, wiekeiner seiner Zeitgenossen, spricht.
Da es die Aufgabe dcü Geschichte ist, die durch dieZeit getrennten Begebenheilei, mit einander zu eitlem historrischen Ganzen zu verbinden: so wollte ich der Geschichtevon der Verfolgung der Protestanten in der letzten PeriodeLudwigs XIV einige interessante, sich darauf beziehende Dataaus der Jugendzeit des Königs beifügen. Der König warnämlich erst neunzehn Jahr alt, als der Protektor Cromwellalle Prottstarmn von Europa in Schutz nahm»
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