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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
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ten, weil er ihrer überdrüssig ward. Madam Ludri liebteihn zwei Jahre lang mit Leidenschaft: nach zwei Jahrenwußte sie andern weichen, weil die Monrespan dem Königeinen Wmk hatte geben lassen, die Ludri hätte eine gewissegeheime Krankheit, eine Act pon Flechte. Die Balliere wardie einzige, die ihn aufrichtig und vernünftig liebte, die ihnwirklich hätte befriedigen können, wenn er nicht einen über,wiegenden Hang zur Veränderlichkeit gehabt hatte. Auchdie Fontange liebte ihn sehr: nur brachte sie in alles, wassich auf ihre Liebe bezog, einen gewisse» Anstrich von Zdcali,schcm, von Romantischem, so daß der König ihrer sehr baldvergaß. Was dieMontespan betrifft, so war sie ein Dämonvon Witz, Stolz und Eitelkeit; wurde aber von der Frauvon Mamtenon nicht wenig gedsmüthigt, und mit vieler Ge-schicklichkeit vom Hofe verdrängt. Bis dahin' hatte sie durchihren Stolz die Königin empfindlich gekränkt. Sie war sehrschön, aber ihr Herz durchaus verdorben; und ohnsrachletder König der schönste Main; von der Welt war, zog sie ihmdennoch manchen andern vpr. Ehe der König sie liebte, scheuete man ihren Umgang, denn man verlor dadurch alle Auch,sicht auf Gunst des Hofs; nach ihrer Erhöhung wurde sieeine der bedeutendsten Gönnerinnen- Sie war hochmüthigund hark; über jedermann erlaubte sic sich die bitterstem Spotsteleien. Zuweilen machten dergleichen Spötteleien dem Kösyig einiges Vergnügen: allein sein Charakter konnte doch nichtlange Nahrung in einem Komischen finden, das öfters sehrzum Niedrigen herabsank,

Auch die Frau von Soubise war lange Zeit die Geliebtedes Königs, und die einzige, die wirklich Herrschaft überihn gewann, so sehr auch der König sich scheute, beherrscht-zu werden, und so unerträglich ihm diese Lage beständig blieb.Sie hatte sich mit ihm auf einen solchen Fuß gesetzt, daß sie,(nach der Versicherung des Grasen von Maurexas in seinenMemoiren), als cs ihr einmal nicht beliebte zu geben, unher mit Gewalt nehme» wollte, de;» königlichen Liebhabereine Ohrfeige gab.