er Abreise zu ermuntern, und das war es gerade,was die Ursms erwartete. Sie fing nun an sich dar-über zu erklären, mit welcher Stirne sie in einem Landewieder austreten sollte, daö sie-mit der Schmach einetVerbrecher!» verlassen habe; es sei) für sie unmöglich mitEhren daselbst wieder zu erscheinen, und nur dcr Ach-tung, die ihr unentbehrlich sey, um den benden Köni-gen mit Nutzen zu dienen, wofern nicht ein öffentlicherBeweis gegeben würde daß ihr das alte Zutrauen völligwieder geschenkt sey. Und das sagte sie mit aller ihrerKunst, ihrer Anmuth und Feinheit, mit dem schärfstenCalcul und mir der unschuldigsten kunstlosesten Miene.Auch überkras dis Wirkung ihre Erwartung. Es warden iz. Iun. zu Marly, in einer über zwey Stunde»langen Unterredung mit dem Könige und der Maincc«rion, als ste .diese Erklärung that. Sie beurlaubtesich daselbst, alle ihre Wünsche waren übertroffen, undsie hielt nicht mehr für gut, langer mit ihrer Reise zuzögern; aber listig wie sie war, bat sie um Erlaubnißden König noch einmal sprechen zu dürfen, wenn erwieder in Versailles seyn würde. Sie wollte ihnendurch ihre Beurlaubung srcye Hand lassen, und dochnicht eher abrcisen, als bis alles, was ihr bewilligtworden war, khcils ausgefertigk, theils eingeleitetwäre. Endlich in der Mitte des Julius reiste ste ab.
Hierauf wurde der Herzog von Garmont zurück-berufen und Amelot kam an seine Stelle. Er war inPortugal, Venedig und in der Schweiz u. a. m. L).Gesandter gewesen, hatte überall die Geschalte mitGlück geführt, und stch allgemein Liebe und Ächtungerworben. Tie Ursms erhielt noch daS schwerste vonallen — denn der König hatte stch nach und nach da-zu bequcmc »hr nichts mehr abzuschlagen — nämlich
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