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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
Entstehung
Seite
99
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zur Hand war. Von dem Augenblicke an sprach derKönig kein Wort mehr davon, eS wagte auch nie-mand davon -u sprechen, am wenigsten öffentlich;die übrige Zeit des Soupers verging als wäre nicht-vorgefallen. Die Insolenz und Frechheit dieses Strei-ches war entsetzlich und eS blieb unbegreiflich wie er hattebcy der Gefahr entdeckt zu werden, gewagt werden kön-nen. Wie war eS möglich ein Packet von diesem Um-fang und Gewicht so weit her zu schleudern/ohne vonGehülfen umgeben zu seyn, unter dieser Menge vonMenschen, die beständig beym Souper gegenwärtigwaren, durch die man stch kaum hindurchdrängenkonnte? Wie,war es möglich, wenn auch ein Kreisvon Gehilfen um den Werfenden herum stand, daßseine gewaltsame Bewegung als er das Packet schleu-derte , so vielen Augen entging?

Der Herzog von Gevres war im Dienst , aberweder er noch irgend Jemand dachte daran, dieThüren eher verschließen zu lassen, als nach Aufhe-bung der Tafel. Man kann denken, daß die SchubLigen nicht dagcblieben seyn werden, da sie längerals drei Viertelstunden freien Ausgang hatten. Dadie Thüren geschlossen waren, fand sich niemand alsein einziger Mann, den niemand kannte und den manarretirte. Er gab sich für einen Edelmann aus mitNamen Saintonge; der Herzog von Uz«s Gouver-neur der Provinz kenne ihn. Der Herzog war zuVersailles, man ließ ihn rufen. Er wollte geradezu Bette gehen, er kam aber Doch, erkannte den Edel-mann und sagte für ihn gut. Auf dieses Zeugniß ent-ließ man ihn mit Entschuldigungen. Man hat nach-her auch nicht die geringste Spur von diesem Dieb-stahl und der so sonderbaren verwegenen Erstattungentdecken können.

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