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gen, daß es in diesem so sehr bewohnten Hause keineSeele bemerkt und sie in einer so kurzen Nacht allesfortgcschaft hatten, ohne daß man auf die geringsteSpur komme» konnte. Hr. le Grand und alle seineSubalternen waren außer sich darüber. Man ließnach allen Straßen zu nachreiten, visitirte Paris undVersailles durch, und alles umsonst. Hierbei) erin-nere ich mich eines andern Diebstahls, der noch vielmehr sonderbares hat und in dieZeit des Anfangs dieserMemoiren fiel. Das große Apartement, nämlich dieZimmer von der Gallerie an bis zur Tribüne, warenmit karmosinrothem Sammet mit Crepinen und gol-denen Franzcn meublirt; an einem schönen Morgenfand man die Franzen alle abgeschnitcen. Der Dieb-stahl schien ein Wunder , da der Ort, wo er geschehenwar, des Nachts so gut verschlossen, am Tage zu je-der Stunde bewacht wurde und beständig Leute in derNähe waren. Bvntems fast in Verzweiflung ließ al-le mögliche Nachsuchungen thun, aber vergebens. Fünfoder sechs Tage nachher war ich beym Könige zumSouper; eS stand niemand zwischen mir und dem Kö-nige als der Leibarzt d'Aquin; sonst war niemandzwischen mir und der Tafel. Als die Zwlschengenchteaufgesetzt werden sollten, sah ich auf einmal ein gro-ßes schwarzes Pack über die Tafel her geflogen kom-men, das ich aber wegen der Schnelligkeit, mit der eskam, nicht recht genau sehen und niemanden zeigenkonnte. Es siel auf die Tafel nieder gerade vor dieCouverts des Bruders des Königs und seiner Gemah-lin , die bcyde zu Paris waren und die sich immer am-Ende der Tafel dem Könige zur Linken setzten, mitdem Rücken gegen die Fenster, die in den großen HofZingen. Es fiel mit einer solchen Gewalt nieder alswollte cs die Tafel zertrümmern, machte entsetzli«chcn Lerm, die Schüsseln tanzten, aber keine fiel um;zum Glücke fiel es auf das Tuch und an keine Schüssel.
N. Denkwkrvigk. XXV. Bd. G Der