verschiedenen Dinge, welche ihr ihre Spione zutrugen,die Gesellschaften, in denen jene Prinzessinnen mitden jungen Damen vom Hofe oder unter sich zusam-men kamen und was harinn vorging, die Zuerken-nung von Strafen und Belohnungen, wovon jenein Büßungen und Ausschließungen bestanden und die-se in Privilegien bald mit nach Marly zu reisen, baldbey den Vergnügungen der Gemahlin des Dauphinszu seyn: dieß waren die Gegenstände, womit sichFrau von Maintenon beschäftigte, und womit sieauch den König unterhielt, der aber die Dinge ernst-lich zu nehmen pflegte. So hatte sie Stoff zur Un-terhaltung und Gelegenheit, bald zu nützen bald zrrschaden und das Gespräch von weitem auf Dinge zulenken , die sie zur Sprache bringen wollte. Wir ha.den gesehen, daß, wenn sich jemand an sie wandte, siesich damit entschuldigte, sie bekümmere sich um nichts;und daß diejenigen, dre naher mit ihr umgingen,nicht wenig von jener entsetzlichen Veränderlichkeit zuleiden harten, vermöge welcher sie so oft ohne allenGrund ihre siebhabereyen, ihre Neigungen und Wün-sche änderte. Wollte man das Uebel heben, so mach-te man eS nur arger; das beste war sich vorsichtigzurückzuziehen. Oft wenn sie sich von jemanden abge-zogen hatte, näherte sie sich ihm selbst wieder, oftwar aber auch ihre Gunst unwiederbringlich verloren.Diese Veränderlichkeit, der alles unterworfen war,war für die Minister, für diejenigen die mit ihr inGeschäften und Verhältniß standen und für die weni-gen Frauenzimmer, für deren Erziehung und Bildungzu sorgen sie sich in Kopf gesetzt hatte, außerordent-lich lästig. Was ihr gestern gefallen hatte, war heuterin Fehler; was sie gebilligt, ja vielleicht selbst ange-geben hatte, tadelte sie wieder und man wußte immernicht, ob man Lob oder Tadel verdient habe. Es
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