Könige deN Antrag. Niemand als der wachehabendeOfficier begleitete den König zur Toilette. Damalswar eö der Marsch«!! von Lorges - der wahrheiclie-brndste Mann, den ich je gekannt habe, und dieserhat mir die damals vorgefallene Scene, bey der erals Augenzeuge gegenwärtig war, öfters erzählt.Der König gab der Frau von Montespan erst keinGehör, dann schlug er es ihr rund ab; und als sienickt abging und immer in ihn drang, sagte er vollllnwillen, er habe schon genug für diese Creatur ge«khan, er begreife nicht, wie Frau von Montespan eineso sonderbare mid hartnäckige Zuneigung für sie ha-ben könnte, da er sie so oft gebeten habe, sich vonihr loszumachen; er für seine Person gestehe, daß sieihm unausstehlich sey Und wenn man ihm nur ver-spräche, daß er sie nie wieder sehen und daß sie niewieder erwähnt werden sollte, so wollte er gern nochmehr geben, ob er gleich für ein Geschöpf dieser Artschon viel zu viel gethan habe. Der Marschall vonjvrgeS hat die eignen Worte LrS Königs sehr gut imGedächtniß behalten und hat sie mir und andern im-mer unverändert und in der nämlichen Ordnung er-zählt; so sehr hatte ihn dieser sonderbare und fast UN»glaubliche Auftritt srappirt» Frau von MdntespaNbrach sogleich ab und mochte es wohl ziemlich bereuen,daß sie so sehr in den König gedrungen hatte.
Der Prinz Lü MakNe Hütte einen sehr lahmenFuß; es hatte ihn, wie Man sagte, eine Amme füllenlassen. Alles was man angemendet hatte, blieb ohneWirkung man versuchte noch die letzten Mittel undschickte ihn zu verschiedenen geschickten Acrzken in Flan»der« und in andere Provinzen, auch zuletzt in ver-schiedene Bäder, unter andern nach Beröges. DieBriefe, welche die Gouvernante von da an Frau vonN» DeMvhrdigk» XXV. Bt>» B Mon-