ganzen Größe behauptet, und selbst die unangefehen-sien ihrer Familie haben sich zur The.lnahme ihres Na-mens und ihrer Größe emporgehoben, Größrs Vor«theile konnte wohl weder die Frau von ihrer Schön-heit noch der Mann von seiner Politik und Nieder-trächtigkeit, noch die Kinder der Schönen von denMitteln ziehen, die ihnen ihre Eltern in die Handgaben.
Eine andere wußte die Liebe des Königs zu ihrebenfalls für ihr ganzes Leben zu ihrem großen Vor-theil zu benutzen; aber weder die Reize noch die Klug-heit dieser Sckönen, noch auch ihre und ihres Schwach-kvpfs von Mann Lage konnten sie in ihrem Glücke be-festigen und zu dem Glanze erheben , den jene behaup-tete, und auf ihre Kinder und Enkel und ihre ganzeFamilie übertrug. Ihr Wille galt für einGeseß, undob sie gleich immer sorgfältig die mnprüchloseste Au-ßenseite behauptete, so war doch ihr Einfluß am Hofsbekannt. Jedermann am Hofe behandelte sie mit Ehr-furcht, selbst Prinzen und Minister, nichts stand ihrenWünschen im Wege, ihre Billecs kamen geradezu vorden König und sie erhielt von ihm sogleich eigenhän-dige Antwort, alles in geheim. Wenn sie, was sel-ten geschah, und was sie immer vermied, mit dem Kö-nige zu sprechen hatte, so erhielt sie allemal Zutrittund zwar immer bey versammeltem Hofe, im erstenKabinet des Königs, wo, wie noch jsht, das Conseilgehalten wurde. Sie saßen dann beyde hinten im Ca-binek, aber die Thüren an beyden Seiten waren ganzoffen, und in den daran stoßenden Zimmern warenalle Hofleute versammelt: eine Affectation, die nurStatt hatte, wenn sie bcym Könige war. Hatte sienur ein paar Worte zu sprechen, so sprachen sie miteinander stehend außen vor der Thür des Kabinets,in Gegenwart des ganzen Hofes; und man hat dann
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