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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
Entstehung
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Glanze ih-rer Schwester Theil zu nehmen. Sie war»rcbsi ihrer andern Schwester, der Frau von Thiangs,und den raffinirtesten Damen am ganzer, Hose, bcy allenvertrauten Gesellschaften des Königs, welche Witz undVergnügungen immer so reizend machten. DieSchwangerschaften und Entbindungen waren kein Ge»heimniß; der Hof dcrMonteipan war der Mittelpunktdes Hofes und feiner Feste, die Quelle aller Ehre undalles Glückes, die Quelle aller Hofnung und allerFurcht für die Minister und Generale, und die Quelleder Erniedrigung für ganz Frankreich. Er war aberauch der Sitz des Witzes und eines eignen feinen, aberangenehme» und ungezwungenen Tones, des einzigenin seiner Art. Er war das Eigenlhum der dreySchwestern, die ihn in ausserordentlicher Vollkommen-heit besaßen und ihn geschickt andern mitzutheileuwußten. Man erkennt noch mit Vergnügen diesenangenehmen natürlichen Ton an den wenigen Personen,welche von denen noch am seben sind, die ihre Erziehungund Freundschaft genossen haben, und man kann ste deyder alltäglichsten Conversalion unter tausenden hcraus-stndcn. Frau von Fontevrauld besaß diesen Ton unterden drey Schwestern am vollkommensten und war auch dieschönste. Hiermit verband sie eine seltne und ausgc-breitete gelehrte Bildung. Sie hatte viel theologischeKenntnisse, hakte Kirchenväter gelesen, verstand disBibel, und die gelehrten Sprachen. Geist und Witzleuchteten hervor; aber man bemerkte nicht, haß sie sichan Kenntnissen vor ihrem Geschlecht auszeichne. Eiswar in jeder Art des Stils vollkommen und verstandmeisterhaft die Kunst zu regieren; sie besaß die L'.'be ih-rer Untergebenen und hielt ste doch in der strengstenOrdnung. Qb sie gleich ohne alle Neigung denSchleyer genommen hatte, so greng sie doch mit dembesten Beispiele vor ; und auch ihr beständiger Aus.nt-

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