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dieser sieb- sind bekannt. Aber weit mehr fesselte ihndie seltne Schönheit der Montespan selbst noch wäh-rend der Herrschaft der vorigen Geliebten. Sie wurdees bald gewahr vnd drang in ihren Gemahl, daß ermit ihr nach Guienne gehen möchte; aber dieser that
es auS einem gewissen khörichten Zutrauen nicht»
Sw hatte es wirklich aufrichtig gemeint. Der Königwollte endlich erhört seyn und entriß sie gewaltsam ih.rem Gemahl; ein unerhörter Streich, der bey allenNationen Erstaunen erregte. Und so hatte der König,was ein ganz neues Schauspiel war, zwey Maitressenauf einmal. Er führte sie mit sich, wenn er in dieGrenzfestungen und ins sager reiste, bisweilen nahmer sie auch mit zur Armee und sie fuhren beyde in demWagen der Königin. Gewöhnlich liefen dann dieseute von allen Seiten herbei), wiesen einander diedrey Königinnen und fragten einander in ihrer Ein-falt: habt ihr sie gesehen?
Die Montespan siegte endlich und herrschte mitunverheltem Stolze über den König und den Hof.Und damit die Zügellosigkeit vollendet würde, wurdeHerr von Montespan, weil er es sich hakte lassen ein-fallen, sich um diese Dinge zu bekümmern, in dieVasiille gesetzt und dann nach Guienne m6 Exil ge-schickt. Hierauf wurde seiner Gemahlin die Chargeals Obekhofmcistsrin der Königin ertheilt, welche dieGräfin von Soissons ihr abtrat, die für sie eigentlichgemacht worden war. Auch das Recht zum Tabouretwar damit verbunden. Denn die Montespan konnte,well sie verheiratet war, nicht Herzogin werden..
Die Königin der Aebtiffmncn, die Schwesterder Montespan, die noch weit schöner und geistrei-cher als ihre Schwester, aber vom Kiostergelübde ge-bunden war, verließ hierauf ihr Kloster, um an dem
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