XXXXIV Colbms Verdienste rc.
Ueberzeugungen, welche den Menschen mit der Ideeeines höchsten Wesens verbinden, in den Staubzu treten. Ein großer Staatsmann hält steh leichtfester, als ein andrer, an die Idee eines Gottes ;Le.,:> er Überscham täglich, wie rn der Gesellschaftalles nur durch verständige Macht zusammen g- dal,reit wird, und so erscheint ihm lein Kreis als ein Bildvon der Harmonie des Ganzen.
Kaum war Lvlbcrt todk, so wollte der Pöbei sei-nes Körpers sich bemächtigen und ihn in Stückereisten. Dies war der nächste Lohn seiner Arbei-ten , das Bedrückende, wozu ihn der Krieg gend-thigt hatte, ließ die Menge alles übrige vergessen.Der Pöbel muß immer einen Gegenstand haben,der ihn für Wind und Wetter, für Glück und Un,glück verantwortlich seyn soll.
Auch von den HofienteN wurde Colbert nichtVermißt, er war kein Minister nach Ihrem Herzen.Die einzig siegreichen Waffen, welche sie zu ge-brauchen wissen, Schmeichelei und Kabale, machtenaus ihn keinen Eindruck. Ein gewisser Ernst warCvlbert schon angebohren; während seiner Minister-schaft mußte sich, dieser vermehren. Wie oft mußteer. dadurch den Eigennutz und die Habsucht zu-röckfchrecken, wenn sie seinen Hellen Blick unter derMaske des öffentlichen Wohls zu tauschen suchten.Auf jeden Fall konnte er nicht ein beliebter, nurein hochgeachteter Minister seyn. Dies; ist dasSchicksal großer Männer! Selten können sie selbstZeugen des Sieges seyn, durch welchen sie sich ei-ne bleibende Verehrung erringen. Erst von derZeit herzugeführt, nähert sich die Wahrheit ihrenGrabmälern.