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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
Entstehung
Seite
XLI
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um die Staatsverwalt. Ludw. XIV. XXXXI

fort wurde der Prüfer der Gesetzgebung; Colbertvon Lroissy und von Torry wurden in auswärtigenUnterhandlungen berühmt, und der junge Seigne-lay, welcher eine besondre Lobrede verdiente- mach-te alle Hoffnung, auf der Laufbahn des Vatersfortzuschreiten. So schenkt sich ein großer Geistnoch in der kostbarsten Erbschaft der entfernterenNachwelt l

Man freut sich, nach der Aufzahlung allerdieser Wohlchaten, welche Frankreich von Colbertempfing, daß in seinem häuslichen Leben, eine lie-benswürdige und tugendhafte Kau seine Belobnerinwurde. Um ihretwillen liebte er feinen Glanz, weiler ihn auf sie übertragen konnte; sie tröstete ihn fürden Undank der Menschen, sie blickte in seine offeneSeele, und ihre Achtung wurde der Preis seinerTugenden. Denn, wie alle große Männer, hakteauch Colbert den Neid und den Eigennutz zu seinentäglichen Gegnern. Am meisten ließ der Haß vonLouvois ihn fühlen, wie schwer es sey, das Guteauszuführen. Er hatte mit allen den Jntriguen desHofs zu kämpfen, welche dem Minister nur einenTheil seiner Kraft zu Hervorbringung des Gutenlassen, weil sie ihn den andern zu seiner Vertheidi-gung anzuwenden nöthigen. Colbert war übrigensder Mann, den man auf seiner Laufbahn zwarVerzögerungen verursachen konnte, der aber sichim Ganzen nie davon abbringen ließ. Er war zugroß, um durch Persönlichkeiten sich regieren zu las-sen. Wie das Gold im Feuer die geringeren Me-talle von sich scheidet, so der wahre Staatsmanndie Leidenschaften. Ungerechtigkeiten brachten Col-bert nicht auf, denn sie waren ihm nicht unerwar-tet. Oft aber störte der Krieg seine Verwaltungs-