Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Vier und zwanzigster Band (1802)
Entstehung
Seite
402
Einzelbild herunterladen
 

Melcher Gestalt vorerst ein Botschafter ln Frank,reich empfangen und zu der Audienz geführt wird.

Nachdem ein Botschafter zu Paris ankommen,thnt er cS durch seinen Leere,arium, »der einen seinerEdcllcuten, dem Inlrgcluctsur üe, ^mbE-Meins zumisten. Worauf der Intrnctuceiir aisobald ihm die-viUls gicbt, hingegen der Botschafter des andernoder etliche Tage hernach bei) demselben solche wiederablegt. Und weil ein Botschafter gemeiniglich nachseiner Ankunst eine geheime Audienz zu begehren pflegt;so macht der Il>,rol!iic,eur dem König dessen Ankunftzu wissen, wobei) er von Ihr» Majestät die Ordre, aufwelchen Tag und Stunde die Audienz gegeben werdensolle, empfängt, so der Imroclncteur dem Botschaf-ter hernach anzeigt. Worauf daun selbiger ohne Be-gleitung in seinem eigenen Wagen sich hin zum König,wo er ist, begicbt. Der knrioUuctsur führt ihn ganzallein in das Cabinet, und prasentirt ihn Ihro Mast,stät in Gegenwart des Lecrswire ü'stst rniüiltr« clssLÜaires ecr^ngeres,- bey welcher ersten Audienz es ebenwie bcy den andern Audienzen, die der König LenBotschaftern wehrend ihres winiKs»; zu ertheile»pflegt, gehalten wird. Selbigen Tags wird er aufeben diese Weise dem Dauphin. Herzog und Herzoginvon Burgund, wie auch den Königlichen Prinzenprasentirt, begiebt sich darauf noch diesen Tag zu DemStaatS- rniuilcrs lies aKairez eirrwgsres; jedoch ge-schieht solches bisweilen vorher, ehe er zu dem Königgehr, zuweilen auch hernach. Pisani, der jetzige Ve-uetianische Botschafter, hat ihn nicht eher, als nachdem König, sehen können; gleichwohl aber soll er gleichnach seiner Ankunft rhm dieselbe mit einem Cvmpli-nieut notificirt haben. Von dem Tage an , da derBotschafter dem Könige feine Reverenz iocvZuico ge-

macht