Die Russen werden endlich morgen ihre erste Audienzerhalten. Die letzte Schwierigkeit, die sie gemacht haben,betraf die drei Verbeugungen, welche sie vor dem Kaiserniän macken wollten, indem sie behauvtekcn, drei Verbeutgungen gebührten nur der heil. Dreieinigkeit. Sie habe»wehr Verbeugungen gemacht, aus Gründen di« noch lächertUcker sind, die ich aber nicht für werkh halte, Ihnen zuschreiben.
Brief des Hrn Marquis von Croissy an den Hrn Marquisvon LiUarS.
Versailles d. Z. Sepk. 1687.
Herr Marquis,
Da ick glaube, daß ick mich auf Hrn von Svlozel, durchden ich Ihnen diesen )>rief schicke, verlassen kann, so kannick Ihnen im Vertrauen sagen, daß der König es sehr ungernsieht, daß der Kurfürst während er sein Leben für den Dienstdes Kaisers mnopsert und anr seine Macht aufwendel, umganz Ungarn sür ihn zu erobern, sick zugleich außer Standsetzt, zur Kalscrwürde zu gelangen, zu der ihn Se Majestätgern erhoben zu sehn wünsche. Indessen, Herr Marquis,darf man wohl nicht zweifeln, daß der Wiener Hof allemögliche Mittel anwenden wird, um die Mehrheit derLtimmen für die Römische Königswahl des Erzherzogs zugewinnen; und da jetzt kein anderer Fürst in Deutschlanddiesen Plan besser hindern kann als der Kurfürst, so ist esrathsam, daß Sie bei schicklicher Gelegenheit gegen ihn erwaSdavon fallen lassen und seine Gesinnungen hierüber ausfor»schen, damit Se Majestät Ihnen nähere Znsiruckion überdie in Rücksicht dieses Planes mit ihm einzugehenden ttntertHandlungen geben könne.
Brief des Königs an den Hrn Marquis von Villars.
Vom 8- Januar i 683 >
Hr Marquis von Villars, ick zweifle nickt, daß die DetMühunzcn des Wiener Hofes, den Kurfürsten mit den Per«
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