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von den beyden Armeen zu sprengen, und alsdann mit derandern frischen Armee, die von jener unabhängig, undmit Lebensmitteln, Geschütz und Montirung hinlänglichversehen war, den Sieg zu verfolgen. Dieß war inden ersten Tagen des Iunius. Was versprach nichtein solcher Sieg bey dem Anfang eines Feldzug«!Das Erstaunen war auch bey den drcy Armeen au-ßerordentlich und allgemein, als man hörte, daß derKönig sich zurückziehe, und beynahe von der ganzenArmee, die er daselbst kommanvirte, zwei starke De-taschirungen machte, die eine nach Italien, und dieandere unter Monseigneur nach Teutschland.
Herr von Luxemburg, den er den Tag vor seinerAbreise früh zu sich rufen ließ, um ihm diese neuenDispositionen zu eröffnen, warf sich vor dem Könignieder, und hielt seine Knie lange Zeit umfaßt, umihn davon abzubringen, und ihm zu beweisen, wieleicht, gewiß und wichtig der Erfolg seyn würde, wenner den Prinzen von Oranien angriffe. Diese Vorstel-lungen halfen ihm zu nichts, und waren dem Königum so unangenehmer, da er nicht ein Wort dagegeneinwenden konnte. Die Bestürzung bey den beydenArmeen war über alle Beschreibung groß. Sogar dieHofleute, denen sonst die Rückkehr so erwünscht war,konnten sich nicht enthalten, ihren Unmuth und ihrErstaunen überall laut zu äußern, und beides gab zunachtheiligen Un .ilen Anlaß. Den andern Tagreiste der König ab, und begab sich zur Frau vonMaintenon und ihren Damen, mit denen er nachVersailles zurückkehrte, um die Gränzen und die Ar-meen nie wieder zu sehen, als zu seinem Pergnügen,und in den Zeiten des Friedens.
Der Sieg bey Neerwinden, welchen Luxemburg6 Wochen nachher über den Prinzen von Oranien da-N. Denkwürdige. XXIV. Ky. B von