r. Anfang der Regierung Ludwigs des xiv.
1 ^eber dre ersten Jahre Ludwigs des xrv. käste sichwenig sagen. Fast bey seiner Geburt schon Kö-nig, würde er durch die Politik einer herrschsüchrigenMutter, noch mehr aber durch die große Eigennützig-keit eines schädlichen Ministers, welcher seiner eigenenGröße tausendmal den Staat aufopferte, unterdrückt.Unter diesem Joch beugte er sich, so lange dieser Mi-nister lebte. Folgendes ist das, was sich vorläufigüber die Regierung, dieses Monarchen sagen laßt. Erkämpfte gegen finen Druck. Er suhlte Liebe, er erkaun»de den Müßiggang als einen Feind des Ruhms. Die»sein doppelten Hang hatte Er sich, obwohl nur schwach,zu widerfetzen versucht. Er besäst Einsicht genug, umsich durch Mazarrns Tod für befreit zu halten, wenn ecauch nicht Starke genug hatte, sich frühes in Freiheitzu fitzen. Dieß ist sogar eine der schönsten Stellen inseinem Leben. Die Folge davon war, daß er dis nn-veränderliche Maxime annahm, jeden Premier» Mini-ster und Geistlichen aus seinem Eon seil zu verbannen.Er faßte nachher noch einen andern Grundsatz, wel-chem er aber nicht mit eben so vieler Festigkeit treu blieb,und den er selbst, ohne es zu wissen, beständig ver-letzte. Dieser war: selbst zu regieren. Eine Sache,auf die er sich viel cmbiideke, worüber er am meistengelobt inid geschmeichelt wurde, die er aber am wenig-sten zur Ausübung brachte.
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