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Regenten von Spanien bestimmt hatte, leitete undschützte, ohne Jntriken und Unterhandlungen, wie sievon der Gegenparthei gepflogen wurden, um den ka-tholischen König zu bewegen, daß er sich einen Nach-folger wählen solle,
Karl der Zweite, König von Spanien, war voneiner schwachen Constitution, von Natur zur Me-lancholie geneigt, rasch, hitzig, aber furchtsam. We-gen seiner kränklichen Umstände hatte er seinen Unter-thanen von seiner Geburt an häufig Unruhe verur-sacht. Jede Theilnahme an den Staatsgeschäften warihm zuwider, und die Königin, seine Mutter, dieSchwc-ster des Kaisers Leopold, als Regentin des Reichs,hatte den Vorwand, eine so kostbare Gesundheit scho-nen zu müssen , dazu benuht, ihr bisheriges Ansehn zubehaupten. So blieb der König in einer tiefen Unwis-senheit über seine Geschäfte sowohl als die Staaten sei-ner Krone. ' Kaum kannte er die Plätze, welche ihmausserhalb des festen Landes von Spanien zugehvrten.
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Dom Juan von Oesterreich wußte zwar derKönigin die Macht, aufwelche sie so eifersüchtig war, zuentziehen; er hatte aber das nämliche Princip wie sie,den König, seinen Herrn, in einer gänzlichen Abhän-gigkeit zu erhalten.
Seinem Beispiel folgten die ersten Minister nachihm. Ihre einzige Sorge ging dahin, Karl den wah-ren Zustand seines Reichs zu verbergen. Demunge-achtet konnte ihm der Verlust nicht unbekannt bleiben,welchen er jährlich durch die schnellen Eroberungendes Königs erlitt, während Spanien, in Verbindungmit dem Kaiser, dem Reich und Holland gegen Frank-reich Krieg führte.
Der ununterbrochenen verdrüßlichen Nachrich-ten müde, ergriff er endlich den zu Nimwegen unter-
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