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Abteilung 2 Bd. 21 (1801)
Entstehung
Seite
168
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Se Majestät schickte daher den Marquis von Bouff-lers nochmals ab, damit er sehen möchte, was derPrinz vorhabe. Er fand, daß sich die Feinde zurück-gezogen hatten.

Der König hatte, wie gewöhnlich, in Beglci»tung des Dauphins und des Herzogs von Chartres,die Laufgraben besucht und beschloß das Hornwerk denandern Tag angreifen zu lassen. Er gab daher Vau»ban Befehl, alles zum Angriff dieses Festungswerks,von den Feinden Wilhelmsfort genannt, bereit zuhalten.

Unsre Truppen vertrieben die Feinde aus ihrenContrescarpen und von allen Posten die dieses Fortdeckten. Die Besatzung mußte daher am vierund.zwanzigsten um Capituiation bitten, die ihnen auchverwilligt wurde. Der König ließ sie nach Gentbringen; sie bestand auö achtzig Officieren und zwölf»hundert Soldaten.

Se Majestät begab sich alle Tage in die Laufgra-ben um die Wirkung der Kanonen und Mörser zusehn. Am siebenundzwanzigstcn beschloß er, den Tagdrauf die Contregarde und die Courtine der bedecktenWege des Schlosses angreifen zu lassen. Dieß ge-schah auch Mittags in Gegenwart deS Königs, manvertrieb die Feinde auö ihrem Posten und nahm ihnin Besitz.

Am dreissigsten morgens verlangten die Feindecapituliren zu dürfen. Die Kapitulation wurde nochVormittags unterzeichnet. Die Besatzung, die imAnfang der Belagerung achttausend Mann stark gewe-sen und nun bis auf die Hälfte geschmolzen war, wtmde nach Louvain gebracht.

Die Nähe des Prinzen von Oranien, deS Her-zogs von Baiern und noch mehr Conföderirter an derSpitze einer Armee von hunderttausend Mann gab

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