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Abteilung 2 Bd. 21 (1801)
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Der Geist der Fronde.

Die verschiedensten Menschen, in welchen hierUnzufriedenheit über die Herrschende zum Vereini-gungspunkt wurde, wären nicht Unzufriedene gewesen,wenn nicht in ihnen selbst mehr oder weniger etwaseigentümliches und ungewöhnliches gelegen hätte.Dies muß sie für den Beobachter immer merkwürdigermachen, als die convennoNelle Mine der Andern,die sich ganz in den gefälligen Schein von Zufrie-denheit zu hüllen suchen, um dadurch einen gnädigenEntschluß, sie wirklich zufrieden zu stellen, den Macht-habern abzugewinnen. Indem jeder von diesendurch Drücken und Schmiegen sich seinen Platz zumachen strebt, muß auf dem Stempel der Seelealles, was er irgend von eigenen Zügen habenmochte, verloren gehen. Ueberhaupt wird in derParthie, welche durch verjährte Macht wirkt, jederEinzelne nur ein Theil des lange geordneten Mecha-nismus. Auf der Seite aber, wo man sicy ersteine Macht erringen will, muß man jeden in seinerAkt thätig seyn lassen und sogar zum lebhaftestenGebrauch seiner Kräfte reizen. Nur der Anblickvon Betriebsamkeit und Leben aber ist interessant.Und wenn bei allen Unruhen, sie mögen Reiche undNationen oder den engen Kreis von Privatpersonenbetreffen, nach der Erfahrung immer die ankam-P sende Parthie sogar die Unpartheylschen für sichinteressirt, so liegt gewiß die allgemeine Ursachehievon nicht in einem Hang zur Theilnahmean der Unruhe selbst, sondern blos in dem Vergnü-gen, welches der Anblick bewegter Kräfte in dem

ruhig-