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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
390
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„alsdann können Sie leben wie es Ihnen beliebt;

„denn alsdann sind Sie' in einem Lande, wo man weiß, I,, r„was Sie können und nicht können. Jetzt sind Sie zu ^-^i,Mom, wo Ihre Feinde täglich sagen, daß Sie in Frank- . l,,reich keinen Credit mehr haben. Es ist nothwendig zu ^ /-Z„zeigen, daß jenes Lügen sind. Sic sind kein Eremit. Sie ^„sind Kardinal und zwar von der,Art Zwelche wir hier zu ^,,Land clei nennen. Wir schätzen zwar

„hier die Bescheidenheit vielleicht mehr als irgend an- -„derswo; aber ein Mann von Ihren Jahren, Ih.

„rer Geburt und Ihren Umständen muß sich darin„mäßigen. Sie muß überdies so freiwillig seyn, daß„nicht der leiseste Verdacht von Nothwendigkeit sie„rrisr. In Rom giebt cs viele, welche gern den an-„dern anfallen, wenn er schon am Boden liegt. Las, « ^„sen Sie es nicht dahin kommen, mein Lieber, und„bedenken Sie, ich bitte, welche Figur Sie auf der ÄM„Straße mit Ihren sechs Bedienten, von denen Sie M-Ä„sprachen, machen werden, wenn ein unbedeutender v„Pariser Bürger Ihnen begegnet, Sie nicht grüßt„und beleidigt, um den Kardinal von Est gefällig zu„seyn. Wenn Sie nicht Ihre Würde behaupten Z<„wollten und konnten, so hätten Sie nicht nach Rom «lKü„kommen sollen. Es ist keine christliche Demuth, sie -Milch„zu verlieren, und ich habe Ihnen wcirer'nichts zu «i jinikt„sagen, als daß der arme Kardinal Chigi, der mit„Ihnen spricht, der nur fünftausend Thaler Einkunft »,

„te hat und auf der Stufe der ärmsten Kardmäle„steht, nicht ohne vier Wagen Begleitung zu seinen„Amtsverrichtungen gehen kann, ob er gleich versi-„chert ist, niemand auf der Straße zu finden, der in ^ ^„ihm die schuldige Achtung ftft. den PurMr verle. ^„tzen wird,"