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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
326
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folgte ihn ohne Zögern, doch nicht ohne Mühe. Dennich kannte den römischen Hof gut genug, um ;u wis-sen, daß man sich als ein Bittender und Verwiesenerdort nicht wohl befindet.

Ueberdem war mein Herz, das dem Kardinal Ma-zarin trotzte, von Regungen voll, die mich leichter nachder Gegend hinzogen, wo ich meinem Unwillen freie-res Feld zu geben hoffen durste. Zwar wußte ich,daß ich von Noirmouticr nicht alles erwarten konnte,was ich vielleicht in der Folge bedurft hätte; aber ichwußte auch, daß es mir als Herrn von Mezieres, wieich es war, und Durch meine persönliche Gegenwart,nicht unmöglich gewesen wäre, Noirmoutier in meinInteresse zu ziehen. Dieser beobachtete noch immerden Schein gegen mich und hatte sogar, sobald ermeine Freiheit erfuhr, gemeinschaftlich mit jamet ei-nen Edelmann an mich abgefertigt, um mir einen Zu-fluchtsort anzubieten. Daß ich diesen in Mezieresfinden uud dort sehr sicher seyn würde, bezweifeltenmeine Freunde keinen Augenblick; aber sie fürchteten:dies möchte in Charleville nicht eben der Fall seyn, undda, nach der jage dieser Oerter, eins ohne das anderevon keiner Bedeutung ist, so hielten sie es für besser,wenn ich nicht darauf baue.

Ich wiederhole hier nochmals, daß ich nichtweiß, ob sich, nicht von Noirmoutier's gutem Wil-len, wohl aber von der jage, wotinn er selbst sich be-funden haben würde, nicht hatte etwas besseres Hof»fen lassen. Ich opferte indessen meine Einsichten demRath meiner Freunde auf. Sie stellten mir den Va-tikan als den natürlichen Zufluchtsort eines Kardi«nals und eines verfolgten Erzbischoffs vor; aber esgiebt Zeiten, wo es gut ist, wenn man vorhersieht,das der Ort, der als Zuflucht dienen sollte, leichthin