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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
IX
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des Kardinals von Reß. r»

tar, dem König von Paris . . . r 'Catharine wollte mitihrem Gondi alles beherrschen . .! Sie machte sich inkürzer Zeit von dem König von Navarra, dem Conm»kable Anna von Montmorenci, von Franz von LothriN«gen, Herzog von Guise .... von dem Marschall vomSt. Andre, und mehreren andern, los. -- -- Wasebendaselbst sonst über die Verschwörung von Ambosse,die berüchtigte ,,Hecht-Sau?-" und über den Marschaklvon Retz gesagt wird , ist eben so boshaft und unwahr-scheinlich. Wenn man bestimmt darauf antworten sollte;so müßte man vor allem als falsch'angebcn, daß Antonvon Gondi, der Water des Marschalls von Retz, vonwelchem hier die Rede ist, zu Lyon Banqueruttgemacht habe. Es ist in dieser großen Stadt allbekannt,daß Anton einer von denen Florentinern war, welche sichdahin zurückgezoaen haben, und daß er daselbst in gro»ßen Ehren und Ansehen lebte. In der Jakobmerkirchedieser Stadt sah man noch lange Beweise von dem Reich»thum dieses edlen Fremden und seiner Landsleute, dasheißt, der Gesellschaft von Floreutmischcn Kaufleuten.Ware seine Frau, Catharina von Pierre-Bive so gewesen,wie sie jener Verfasser niedrig genug schildert, wie würdesie zur Aufseherin der Kinder von Frankreich gewählt wor»den seyn? Im Gcgcnthcil war sie eine Frau, deren Tu»gend zu Lyon als Beispiel angeführt wird.

Ueber die Verbrechen, welche er dem Marschall vonRetz zur Last legt, ist folgendes zu bemerken. Anton vonBourbon, König von Navarra, wurde bei der Belagerungvon Rouen getödtek. Der Connetable von Montmorenci,und der Marschall von St. Andre, verloren ihr Lebenin den Schlachten bei Sr. Denis und bei Dreux; Franz,Herzog von Guise, wurde bei der Belagerung von Or»leans, durch Poltrot ermordet; und man weiß, auf westsen Befehl dieser Mörder handelte. Es bleibt nichts zn

* 5 sagen