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Zweyte Abtheilung, Achtzehnter Band (1799)
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vermeiden, trugen sie zuletzt. Was diese Kleinigkeirfür Wirkung that, ist unglaublich. Dis Mode u la^roncls verbreitete sich auf Hüte, Handschuh, Tücher,Fächer und Besetzungen, und wir selbst kamen durchdiese Tollheit mehr in die Mode, als durch Vas We>senkliche unserö Bundes. Aber wir bedurften auch al-les zu unserer Äufrechthalkung, da das ganze königlicheHaus wider uns war. ' Den Prinzen hatte ich zwarbei Frau von Longuevilie gesprochen , aber nach allemzu urtheilen, glaubte ich nur sehr mittelmäßig bei ihmzu stehen. Sein Betragen war höflich aber kalt, undich wußte sogar, daß er glaubte,'.ssch habe mich überIhn beklagt, als wenn er die Versprechungen, die ichauf feine Veranlassung' einigen Gliedern des Parle-menks gegeben hatte, nicht gehalten hatte. Da dieswirklich nicht geschehen war, so fiel ich ganz natürlichauf den Gedanken, daß man uns zu trennen suchte.Und wahrscheinlich war der von Natur boshafte Prinzvon Conti, der mich überdies haßte, ohne selbst zuwissen, warum, und ohne daß ich esse habe errathenkönnen, der Urheber von diesem Gerücht. Eben so we-nig war mir Frau von Longuevilie hold, und hiervonentdeckte ich bald nachher den Grund. Gegen Frauvon Montbazon war ich mißtrauisch. Zwar hatte sieüber Herrn von Beaufort bei weitem nicht Die Gewaltwie ich, doch hatte sie immer noch mehr als nöthigwa.r-um ihm alle seine Geheimnisse zu entlocken. Sie, Mwohl fühlte, daß ihr durch Mich^der. bessere Th eil desGewichts, welches Beauforts. Liebe ihr in den Augendes Hofs hätte geben können, entrissen ward, konntewich vhnmöglich lieben. Zwar hätte ich mich mit ihr,die leichter zu erobern war, als irgend ein Weib, garbald verständigen können, wenn nur dieses Band mitweinen andern Verbindungen, die nsir mehr gefielen,unö sicherer waren, zu vereinigen gewesen wäre. Sie se-hen, daß ich mich in mnacher Verlegenheit befand. Auf