mir und setzte nsch leise hinzu; sie hak sehr schöne Augen! — Der wahre Zusammenhang war,daß er zwar seinen Auftrag an Frau von Chcvreuse voll-zogen, aber gleichwohl den Tag zuvor nach Sr. Ger-main geschrieben, und versichert hatte: alle Versuchewürden vergeblich ftyn, und man setze auf diese WeisedaS Ansehen des Königs allzuleicht aufs Spiel
Jetzt kehrte ich zur Frau von Chevreuse zurückund mein Empfang war sehr günstig. Fräulein vonChevreuse erschien mir immer liebenswürdiger. Ichsuchte die genaue Bekanntschaft der Frau von Rho-des, der unehlichen Tochter des verstorbenen Car-dinals von Guise, die ihre genaue Freundin» war.Auch stürzte ich in ihrem Herzen den Herzog vonBraunschweig. Zelle, der so gut wie ihr Verlobterwar. LaigueS legte mir anfangs einige Hindernissein den Weg, die jedoch von der Entschlossenheit derTochter und der Nachsicht der Mutter bald gehobenwurden. Täglich sah ich sie nun in ihrem Hause, undsehr oft bei Frau von Rhodss, die uns ganz in Freiheitließ. Wir benutzten diese Freiheit sehr gut, ich liebtesie , oder ich glaubte sie vielmehr zu lieben , denn ohn.geachtet unserS Umgangs, setzte ich noch immer meinVerständniß mit Frau von Pomereux fort-
Die Herrn von Briffac, Vitri, Motha und Fon-krailleS waren mir treu geblieben , aber ihre Ergeben-heit war kein ganz leichtes Geschenk. So ungeheuerausschweifend, wie sie waren, gab ihnen die öffentlicheUngebundenheit nur freier« Spielraum, und kein Tagvergieng- den sie nicht mit den ärgerlichsten Ausschwei-fungen bezeichnten. Einmal kamen sie von einemMittagseffen zurück, das sie bey Coulon gehalten Hau-ken. Hier sahen sie einen Leichenzug kommen, stürmtenMit gezogenen Degen darauf ein, und schrien zum Cru-Vifix: Hiev ist der Feind! Ein andermal mißhan-delten sie einen Bedienten des König- auf freier Mra-