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er war ein sehr tapferer Soldat, noch einem Man-gel an Erfahrung, ob er gleich nicht Kriegsmai,nwar, zuzuschreibcn. Seiner natürlichen Ungewiß-heit, die ihn unaufhörlich auf Aufschub denkenließ, gab er allein Die Schuld. Antonville, der feineGens d'Armeö Compagnie commandirte, warsein an-gcstellter Unterhändler. Dieser hatte, wie ich vonbrau von Les viguiereS erfuhr, schon im 2ten Mo-nat Des Kriegs.eme geheime Reise nach St. Germaingethan; da ich aber Herrn von Longueville als einenGeist kannte, Der selcht in Der Zeit, wo er am wenig-sten an Aussöhnung Denkt, sich nicht enthalten konnte,mit Unterhandlungen zu tändeln, so machte die Nach-richt wenig Eindruck auf mich. Ich ward noch mehrberuhigt, als mir Vavicarville, dem ich deshalb schrieb,antwortete: ich mäße diesen Boden, der nie haltbarsey, ja wohl kennen; sollteer aber noch unzuverlässi-ger werden, so würde ich zur rechten Zeit Nachrichtdavon erhalten.
Als ich wahrnahm, daß Paris sich in so hohemGrade zum Frieden Hinneige, daß eS uns selbst mithinreißey würde, glaubte ich Herrn von Longueville da-von benachrichtigen zu müssen. Hier hatte ich nach Vari-carvilleS Behauptung einen Fehler begangen, denn, wieer oft dem Herrn von Longueville selbst sagte, war es nö-thig, daß seine Freunde ihn wie einen Kranken behan-delten, und ihm in vielen Fällen, ohne seine Beistim-mung, dienten. Von dieser Freyheit glaubte ich jedochin einem solchen Fall, wo die Inkonsequenzen des Par-laments mit jeder Viertelstunde einen verstellten Frie-den abschlieffen konnten, nicht Gebrauch machen zu dür-fen. Ich wähnte der Gefahr, bis in diesem Fall beieinem so schwankenden Kopf, wie Herr von Longuevilleblieb, gar leicht poraus zu sehen war, entgegen arbeiten zu.