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Zweyte Abtheilung, Achtzehnter Band (1799)
Entstehung
Seite
391
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ganze Stunde lang die anzüglichsten Dinge sagte, sowerben Sie gestehen, daß ich ein zärtlich geliebtesWeib und acht Kinder, die sie mehr als sich selbstliebt, unmöglich auf ein so gewagtes Spiel setzen kann,als Sie ergreifen, und welches ich ohne Bedenken mitIhnen theilen würbe, wenn ich allein wäre.

Voll Rührung über die Gefühle und das Zutrauendes Herrn von Bouillon, versicherte ich ihm, daß sei-Zärtlichkeit für seine Gemahlin, mir, weit entfernt sie zutadeln, vielmehr ehrwürdig sey. Das was er Schwächenannte, sey eines von jenen Gefühlen, die indem kal-ten Gebiet der Politik gar keinen Werth haben, aberfürbie Moral schöne Bemelse von der inner« Güte seinesHerzens sind, das nicht über die Politik erhaben seynkann, ohne es zugleich über den gröbernEgoismus zu seyn.

Wir kamen zu dem Prinzen von Conti, und fan-den ihn beim Abendessen. Herr von Bouillon bat umdie Erlaubniß in Gegenwart der Frau von songueville,der Generale und der vorzüglichsten Glieder der Par-khey mit ihm reden zu dürfen. Da eS Zeit bedurfte,um alle diese Personen zu versammeln, ward die Unter-redung , bis um r i Uhr verlegt. In diesem Zwischen-raum gieng Herr von Bouillon zu den spanischen Ab-gesandten , und überredete sie, daß der Entschluß, denwir soeben über unser künftiges Verhalten gemeinschaft-lich gefaßt hatten daß er schon vorher verabredet ge-wesen war, verschwieg er von großem Nutzen für sieseyn könnte. Unsere Beharrlichkeit gegen Mazarrn könnewohl gar Len Friedenabbrechen und würde er auch wirk-lich geschlossen , so könnten sie in der Folge doch immerbey der Rolle, die ich zuspielengedächte, große Vortheilefinden. Ec wußte dies mit allen Süssigkeiten der Ueberre-dungökunst zu würzen. Die Aussöhnung des Herrn vonElbeuf mit St. Germaiu stellte er ihnen sehr nützlich

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