ich gern, daß ich seinen Plan nicht ahneke, und erstam Abend, als ich Herrn von Beaufort innigst überzeugtfand, daß wir nichts weiter zu thun hacken, als DenDepukirten von Ruel die Thore von Paris zu verschlie-ßen, das Parlement wegzujagen, unS dcö StabcHau-seS zu bemächtigen, und die spanische Armee in unsereVorstädte einrücken zu lassen, erhielt ich einigen Auf-schluß darüber»
Doch erst dann, als der Präsident von Bellievre,mir hinterbrachte, daß Frau von Montbazon in glei-chen Ausdrücken gesprochen habe, begrif ich, was vaSsagen wollte, und fieng an, die Größe der Thorheikzu fühlen, die ich durch meine unzeirige Offenheit inGegenwart des Don Gabriel von Toledo begangen hak-te. Dieser war, wie.ich in der Folge von ihm selbst er-fahren habe, um 4 oder 5 Uhr beü Morgens zu Frauvon Montbazon gegangen, und hatte ihr 20002 Rrhlr.baarcs Geld, und ein Iahrgehalt 6oc>c> verspro-chen, wenn sie Herrn von Beaufort dahin brächte, zuthun, was der Erzherzog von ihm verlangen würde.Die übrigen wurden eben so wenig vergessen. Herrnvon Elbeuf erkaufte er mit geringem Aufwand, den Mar-schall von la Mothe gewann er mit seinem Schimmervon Hofnung auf einen Vergleich wegen des Herzog-thums Cardonne. Genug ich fand, als wir die Herrnvon Beaufort, von Bouillon, von la Mothe und ichzusammenkamen, daß die spanische Latwerge *) in denHeilungsmitteln von denen in dieser Verathschlagungdie Rebe war, nicht gespart war.
Bei
*) LatboUcon ö'Lsssnxe nannte man zur Zeit der Ligu«die Znntgue des spanischen Hofs, durch weiche dieser dieErbitterung der Glieder der Parthei, unter dem Vor»wand dvr Religion und des gemeinen Besten-, inFrankreich zu nähren suchte.