Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Achtzehnter Band (1799)
Entstehung
Seite
378
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§s war 2 Uhr des Morgens, als ich kn meineWohnung zurück kam. Zur Erfrischung fand ich hiereinen Brief von Laigucs, der nur 2 oder Z Zeilen ge-wohnliche Schrift und 17 Seiten in Chisiern ent.hielt. Sie zu entziffern gisug der Rest der Nacht hin,ach! und keine Silbe enthüllte sich, die mir nicht neuenSchmerz gegeben hätte. Der Brief war von LaigueSHand, aber von ihm und Noirmoutier gemeinschaft.klch geschrieben. Das Wesentliche des Inhalts war,daß wir höchst Unrecht gehabt hätten, zu wünschen, dieSpanier möchten nicht wieder in das Königreich vor-rücken. Allenthalben sey das Volk so gegen Mazarinempört, und so eifrig für die Pärchen und die Verkheidi-gung von Paris, daß es den Spaniern von allen Sei-ten entgegen käme, und wir dürsten nicht befürchten,daß ihr Marsch uns bei dem Publicum nachkheiiig sey.Der Erzherzog sey ein Heiliger, der lieber tausend malsierben würde, als sich Vortheile zueignen, worüberman nicht zuvor überxingekommen sey. Es sey beschlos.sen, daß der größte The«! der Spanischen Armee, an ei.nein bestimmten Tag in Vadoncourt, und die Avant-garde an einem andern in Pont. A - Verre, seyn soll»te, daß sie sich dort ein paar Tage aufhalten würde,nach welchen der Erzherzog sie nach Daumartin zu ver-legen gedächte. Der Graf von Fuensaldagne habe ih-nen zu diesem Marsch so triftige Gründe angeführt, daßsie sich nicht hätten weigern können, ihn zu billigen unddie Hände darzu zu bieten. Er habe sie ferner gebe-ten, mir ganz besonders Nachricht davon zu ertheilen,mit der Versicherung, daß er ohne meine Beistimmungnicht daö geringste unternehmen würde. Die Stundedes Schlummers war vorüber als ich diesen Brief vol-lendet hatte, hatte ich aber auch mein Lager noch suchenkönnen, so hätte die fürchterliche Bewegung, worinnich war, doch alle Ruhe davon verscheucht. Alle

Um-