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Zweyte Abtheilung, Siebzehnter Band (1799)
Entstehung
Seite
371
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gen- und Sonnenschein mit ungedecktem Haupt. Dadie Thvre der Stadt und der Hauser zu eng waren, sowurden ganze Wände abgetragen, damit Se Eminenzdurch keinen Stoß erschüttert würde. In Paris stieger ab im Kardinals-Pallast, wo eine Menge Man-schen war, die kheils sehen, theils bemerkt werdenwollten. Er sprach mit mehreren, und nahm alsdannvon der Menge mit einem verbindlichen Blick Abschied.Man bemerkte einen Stral von Freude aufseinem durchdie Krankheit gelb gewordenen Gesicht, als er sich infeinem Hause, mitten unter feinen Verwandten undFreunden sah, die er gefürchtet hatte, nie wieder zuerblicken, und sich noch Herr über diesen Hof wußte,wo so viele Neider sich geschmeichelt hatten, er werdenicht wieder erscheinen.

Der böse Wille seiner Feinde hatte sich zwar nichtvermindert, aber nach diesem lehren Beweise seinerMacht, hatte er nichts mehr davon zu fürchten. Demgedemüthigten Ga ston konnte es eine lange Zeit nichtin den Sinn kommen sich an die Spitze einer Partiezu stellen. Und wer hätte eS auch wagen können, sicheinem so schwachen und verrufenen Menschen anzuver-trauen? Die Königin« Mutter, so wohl durchihre heimlichen Anschläge als durch ihre öffentlichenKlagen furchtbar, starb den z. Julius zuKöl«. Aus Man -gel an Geld mußte sie noch vorher sich allen königlichenGlanz entziehen, ihre Bedienung wegfchicken, und sichblvs auf die unentbehrlichsten Bedürfnisse einschränken.Man beklagte sie, weil man immer die Leidende.bedauert;aber es ist doch nicht zu läugnen, daß sie sich ihr Un-glück selbst durch ihren stolzen und herrschsüchtigen Cha-racter zugezvgcn hatte. Ueberdieö hatte sie ihr Lebenmtt einem unauslöschlichen Flecken befleckt. Nach derBemerkung des Präsidenten Hmault war sie nicht

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