Das Haus von Madame wurde auch eingerichtet;die gewöhnlichen Ausgaben davon betrugen auf vierckalhunderttausend LivreS.
Monsieur hakte achtzig französische Garden, wel-che weite Röcke und sammkene Bandelierr
trugen. Die Röcke waren vorne und Hütten mit einergoldenen Stickerei von NamcnSzügen besetzt. Er hakteauch vier und zwanzig Schweizer, welche Sonntags und«n andern Festtagen mit klingenden Spie! vor ihm auf.zogen, selbst wenn der König zu Paris war, nicht aberan andern Orten, wo der König sich aufhielt.
Bei der Zurückkunft von Nantes empsieng derKardinal von Richelieu den König und die Königinnin seinem Hause zu Limoms, wo Monsieur seine Ge-mahlin, welche die Königin« Mutter auf ihren Reisenbegleitet hatte, abholke. Von da an Höste man aufeine baldige Schwangerschaft von Madame. In eini-gen Tagen führte sie Monsieur von dort nach Chantilii,ivo sic sich mit der Jagd und dem Vogelfang ohne Un-bequemlichkeit belustigen konnte, weil sie aus dem Fen-ster ihres Zimmers dabei zusehen konnte. Die Schau-spieler und die Kapelle mußte auch dahin kommen. Die-se kleine Reise war sehr angenehm, und Madame kamin der Mitte des Oktobers 1626 sehr zufrieden darüberin Parls an. Das Gerüuft, daß Madame schwangerscy, bestätigte sich durch ihre eigene Erklärung, die siebei ihrer Zurückkunft machte. Diese Prinzessin« halteZwar eben so viel Schamhaftigkeit als die andern Neu-»erheuratheten, welche gewöhnlich ihre Schwangerschaft solange als möglich verbergen, aber ihre Umstände, wel-che sogar von der Königin« beneidet wurden, erlaubtenes nicht, die Bekanntmachung einer für ganz Frankreichso erwünschten Ereigniß länger aufzuschieben, und wenigeTage nachher erschien sie, stolz darauf,im Louvr e,und glaub-te