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wo der Brief hi'ngckommen sey; er müsse ihm aus derTasche gefallen seyn. — Aber bald nachher fand ersich wieder; denn der Mann der ihn weggetrage» hatte,brachte ihn zurück, nachdem er ihn dem Kardinal ge-zeigt hatte. Und als Monsieur von dem, was dieMareschallin ihn gebeten hatte, zu sprechen anfieng,fand er Ihre Majestäten bereits so genau vondem Inhalt des Briefs benachrichtigt und auf die ab-schlägige Antwort vorbereitet, daß seine Bitten nichtnur vergeblich waren, sondern daß man ihn auch nochschlimmere Folgen für die Sache des Marschalls furch,ken ließ, wenn er nicht aufhören würde, für denselbendie Freiheit zu fordern.
Die Marschallin erfuhr immer mehr, wie wenigman sich aus den größten Theil von denen, die Se Ho-heit umgeben , verlassen dürfe, und sah wohl, daßSie mit',Monsieur in keiner Sache, weder schriftlichnoch durch Abschickung von jemand Unterhandlungen tref-fen könne. Sie sah sich gezwungen, sich an Delfin, ei-nen Edelmann von der corsischen Nation, weicher ehe-mals in Diensten des Marschalls gewesen war, zuwenden. Dieser hatte ihn nachher bei Sr Hoheit ein-geführt, um ihn bei seinen Vergnügungen und Tänzenzu bedienen, wo er seinen Plah sehr gut zu behauptenwußte. Er war das sicherste Werkzeug, wodurch sieMonsieur von dem, was sie für den Marschall vor-theilhasc fand, benachrichtigen konnte.
Da dieser Weg von Sr Hoheit angenommen undgebilligt wurde, so ließ sie ihn zuerst durch Delfin bitten,sein voriges Vertrauen zu ihr und ihrem Mann einerihm anhänglichen und treuen Person zu übertragen, undschlug ihm dazu den jungen Puylairrent vor, welcher alsEdelknabe bei Sr Hoheit erzogen wurde, und Neffeder Frau von Verderonne, einer guren Freunbinn des
Mar-