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ves wollte ihm nicht sogleich den verdienten Verweisdarüber geben, sondern, wie man sagt, ein Anden-ken machen. Er ließ deswegen beim Abendessen dieKüchenjungen kommen, um ihm aufzuwartcn. Mon-sieur war darüber bestürzt, und wollte die Ursache wis-sen. Herr von Breves sagte ihm nun: weil er denEtelleuten so übel begegne; so müßte er solche lenkezu seiner Bedienung haben. Diese gelind scheinendeScrafe wückce sehr gut, und lehrte ihn, wie er mit demAdel umzugehen hatte.
Herr von Breves empfahl ihm vor allem den Ge-horsam gegen den König, sowohl weil Gott eS befehle,als auch weil von seiner Majestät alles gute, was erje besitzen würde, abhange, und dieser, wenn es ihmgefiele, und Monsieur ihm Anlaß dazu geben würde,eben so arm machen könne, als den geringsten Edel-mann des Reichs, weil der König Herr vom Staatesey, er aber nach den Gesetzen nichts zu fordern hätte,sondern nur erhalte, was der König aus gutem Wil-len geben wolle.
Herr von Breves hielt auf die Befolgung seinesAuftrags so sehr, daß er kein anderes Vergnügen kann-te als dieses Amt würdig zu versehen. Und dies gelangihm so glücklich in einer Zeit von zwei Jahren, daß alle,welche den Prinzen sahen, über seinen glänzenden Geist,sein artiges Gespräch und seine Antworten erstauntenund zufrieden über dis offene, gnädige Art, mit welcherer jeden aufnahm, von ihm giengsn, weil nie ein Prinzvon diesem Alter so viel versprach als er.
Aber große Tugenden find gewöhnlich den Hof-leuten eher Hindernisse als Beförderungen ihres Glücks.Gerade bas, was den Herrn von BreveS an seinemPlatz erhalten sollte, war die Ursache seiner Entfernung
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